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Rafael Nadal gewann 2010 die French Open, Wimbledon und die US Open © getty

Der Weltranglisten-Erste lässt Cilic keine Chance. Söderling verpasst gegen einen ungesetzten Ukrainer überraschend das Viertelfinale.

Melbourne - Je schwerer die Gegner, desto besser Rafael Nadal.

Der Weltranglisten-Erste ließ sich in Melbourne auf dem Weg zum angestrebten "Rafa-Slam", seinem vierten Grand-Slam-Titel hintereinander, auch von dem hoch eingeschätzten Kroaten Marin Cilic nicht aufhalten.

Mit einem souverän herausgespielten 6:2, 6:4, 6:3-Erfolg zog der Spanier ins Viertelfinale der Australian Open ein, in dem er auf seinen Landsmann David Ferrer trifft.

Nadal führt im direkten Vergleich mit 11:3 Siegen und hat seit Ende 2007 nicht mehr gegen Ferrer verloren.

"Bestes Match in Melbourne"

Nadal ließ vor 16.000 Zuschauern nie einen Zweifel an seinem Sieg aufkommen, obwohl er zuvor den bislang einzigen Vergleich mit Cilic verloren hatte.

"Ich bin sehr glücklich, ich habe mein bisher bestes Match in Melbourne gespielt", sagte der 24-Jährige. "Ich weiß, wie aggressiv Marin spielen kann, er ist sehr gefährlich." (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Auch die Probleme mit dem Virus, den er sich zu Jahresbeginn eingefangen hatte, scheinen überwunden. Im letzten Match gegen den Australier Bernard Tomic hatte er noch 2,5 Kilo Gewicht verloren.

"Jetzt geht es mir perfekt", sagte der Mallorquiner. (DATENCENTER: Die Australian Open)

Ferrer mit Siegesserie

Ferrer hatte am Nachmittag den Angriff des kanadischen Toptalents Milos Raonic abgewehrt. Der 28-Jährige gewann die Partie mit 4:6, 6:2, 6:3, 6:4 und bleibt damit in diesem Jahr nach seinem Turniersieg in Auckland ungeschlagen.

"David ist in fantastischer Form", lobte Nadal, "ich hoffe, dass wir ein tolles Spiel haben werden, und dann wird man sehen, was dabei rauskommt."

Der erst 20 Jahre alte Raonic hatte in Melbourne bei seinem zweiten Grand-Slam-Turnier mit Siegen über die gesetzten Michail Juschnj (Russland) und Michael Llodra (Frankreich) aufhorchen lassen, bekam von Ferrer aber noch Grenzen aufgezeigt.

"Ich habe mir bewiesen, dass ich mit den Topjungs mithalten kann", sagte der Youngster nach seinem Ausscheiden.

No Name wirft Söderling raus

Einziger ungesetzter Spieler im Viertelfinale ist damit der Ukrainer Alexander Dolgopolow.

Der 22-Jährige bezwang den an vier gesetzten Schweden Robin Söderling mit 1:6, 6:3, 6:1, 4:6, 6:2. Der Weltranglisten-46. steht damit erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier in der Runde der letzten Acht, in der er auf Andy Murray trifft.

Der Vorjahresfinalist aus Schottland deklassierte den Österreicher Jürgen Melzer mit 6:3, 6:1, 6:1. (hier die Highlights der Australian Open)

Clijsters im Viertelfinale

Bei den Frauen erreichte US-Open-Siegerin Kim Clijsters das Viertelfinale. Die Belgierin bezwang die Russin Jekaterina Makarowa mit 7:6 (7:3), 6:2 und trifft nun auf Agnieszka Radwanska. Die Polin gewann 7:5, 3:6, 7:5 gegen die Chinesin Peng Shuai.

Ebenfalls in der Runde der letzten Acht steht die Tschechin Petra Kvitova. Die 20-Jährige setzte sich mit 3:6, 6:3, 6:3 gegen Flavia Pennetta (Italien) durch.

Ihre nächste Gegnerin ist die Weltranglisten-Zweite und Wimbledon-Finalistin Wera Swonarewa aus Russland, die die Kvitovas Landsmännin Iveta Benesova 6:4, 6:1 besiegte.

Petkovic mit Sonderschichten

Während die Kollegen ums Weiterkommen kämpften, legte Andrea Petkovic auf dem kleinen Nebenplatz vier eine Trainingseinheit mit ihrem Vater Zoran Petkovic und Coach Petar Popovic ein.

In der Nacht zum Dienstag ist ihr Viertelfinale gegen die Chinesin Li Na (ab 1 Uhr LIVESCORES) angesetzt. "Wichtig ist, die Spannung hochzuhalten", sagte Petkovic zu der intensiven Übungsstunde.

Bei einem Einzug ins Halbfinale hätte sie bereits ihr Saisonziel, den Sprung in die Top 20, erreicht.

"Eine ganz starke Spielerin"

Petkovic wurde nach der Einheit von zahlreichen Fans belagert und gab bereitwillig Autogramme.

Die 23-Jährige kommt gut an in Australien: "Sie mögen mich hier." Vor der Partie gegen Li sieht sie sich allerdings als Außenseiterin.

Li stand im Vorjahr in Melbourne im Halbfinale und war in diesem Jahr auf dem Weg ins Viertelfinale von Melbourne seit ihrem Turniersieg in Sydney ungeschlagen. "In Deutschland ist sie nicht so bekannt, aber Tennisexperten wissen, dass sie eine ganz starke Spielerin ist", sagte Petkovic.

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