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Caroline Wozniacki unterlag 2010 im Achtelfinale der Australian Open Li Na © getty

Die Dänin sorgt mit einer erfundenen tierischen Attacke für Aufsehen. Für ihre Kratzer gibt's aber eine viel banalere Erklärung.

Von Isabel Meixner

München - Caroline Wozniacki reicht es nicht, auf dem Tennisplatz erfolgreich zu sein und die Weltrangliste anzuführen.

Nein, sie möchte auch privat interessant wirken.

Nachdem ihr zu Ohren gekommen ist, dass ihre Pressekonferenzen langweilig seien, zeigte sich die Dänin nach ihrem Viertelfinaleinzug äußert einfallsreich und band den Journalisten einen Bären auf - oder besser gesagt ein Känguru.

Sie habe am Samstag in einem Naturpark ein verletztes Baby-Känguru entdeckt, erzählte sie.

Wegen "bösen Kratzern" im Krankenhaus

Weil sie eine hilfsbereite Person sei, wollte sie sich um das Tier kümmern - was dieses wohl nicht zu schätzen wusste und die Weltranglisten-Erste biss.

"Böse Kratzer" habe sie sich dabei zugefügt und sich sogar im Krankenhaus behandeln lassen. Im Achtelfinale spielte sie gegen Anastasija Sevastova deshalb mit Verband am Schienbein.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

"Man merkt, dass ich blond bin"

Das Blöde an der Sache: Die Geschichte war frei erfunden.

Weil die anwesenden Journalisten diesen "Witz" aber nicht als solchen verstanden, berief Wozniacki vier Stunden nach ihrer Märchenerzählung eine weitere Pressekonferenz ein und stellte die Sache richtig.

"Manchmal merkt man eben, dass ich blond bin", sagte sich die 20-Jährige. "Ich möchte mich bei Ihnen entschuldigen und hoffe, dass wir trotzdem auch in den nächsten Pressekonferenzen unseren Spaß haben werden."

Wo sie sich die Kratzer wirklich zugezogen hat? "Ich bin vom Laufband gefallen", erklärte Wozniacki. "Aber ich fand, die Geschichte mit dem Känguru klang spannender."

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