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Julia Görges gewann zuletzt zweimal gegen Caroline Wozniacki © getty

Zum Auftakt der French Open zeigt sich Julia Görges gut erholt und neu lackiert. Petkovic schont Kräfte fürs Jovanovski-Duell.

Paris - Julia Görges souverän auf großer Bühne, Andrea Petkovic konsequent auf neuem Kurs.

Die deutschen Power-Frauen haben gleich zu Beginn der French Open in Paris (ab So., täglich ab 11 Uhr im LIVE-TICKER) ihre Ambitionen auf unterschiedliche Weise unterstrichen. DATENCENTER: Die Ergebnisse der Frauen

Während Stuttgart-Gewinnerin Görges nach einem 6:1, 6:4 gegen Mathilde Johansson (Frankreich) in die zweite Runde einzog, hielt die neue Weltrangliste-Zwölfte Petkovic zunächst an ihrem Schweigegelübde fest.

Nach dem Training und einigen Fotos mit Fans verließ die 23-Jährige wortlos Platz 11, um die Kräfte für ihr Auftaktmatch am Dienstag gegen Bojana Jovanovski (Serbien) zu bündeln.

Petkovic wild entschlossen

Einen Tag nach dem Finalsieg in Straßburg durch die verletzungsbedingte Aufgabe der Französin Marion Bartoli (6:4, 1:0) wirkte Petkovic wild entschlossen für einen weiteren Coup.

"Ich freue mich auf das Turnier. Im Endspiel von Straßburg habe ich lange mein bisher beste Sandplatztennis in dieser Saison gespielt. Und ich konnte Kräfte sparen", sagte die Melbourne-Viertelfinalistin Petkovic. 383229(DIASHOW: Die Karriere von Andrea Petkovic)

Für eine Überraschung sorgte am Sonntagabend die Qualifikantin Mona Barthel. Die 20-Jährige aus Bad Segeberg besiegte bei ihrem Grand-Slam-Debüt die Österreicherin Sybille Bammer (Österreich) 6:1, 7:5. In der zweiten Runde trifft die Weltranglisten-187. auf die an Position 14 gesetzte Anastasia Pawljuschenkowa (Russland).

Bei windigen Bedingungen zeigte sich Görges auf dem Center Court Philippe Chatrier gut erholt von ihrer Rückenverletzung.

Görges zeigt Kämpferqualitäten

Die Blessur hatte die Weltranglisten-18. aus Bad Oldesloe nach ihrem Überraschungs-Triumph in Stuttgart und der Halbfinal-Teilnahme in Madrid zuletzt zu Turnierabsagen in Rom und Brüssel gezwungen.

Gleich im dritten Spiel des ersten Satzes gelang der mit gelb lackierten Fingernägeln angetretenen Fed-Cup-Spielerin das erste Break gegen Außenseiterin Johansson.

Nach nur 30 Minuten verwandelte Görges den ersten Satzball. Danach geriet sie mit 1:3 in Rückstand, zeigte aber Kämpferqualitäten.

Gratulation von Federer und Nadal

"Der Druck auf mich ist gestiegen. Andererseits wird einem Respekt für das Geleistete entgegengebracht", meinte Görges und verriet: "Roger Federer und Rafael Nadal haben meinem Trainer in Madrid gratuliert."

In der zweiten Runde trifft Görges, die in den vergangenen Wochen mit zwei Siegen über die Branchenführerin Caroline Wozniacki (Dänemark) große Erwartungen geschürt hatte, auf die Tschechin Lucie Safarova.

Bei einem Grand-Slam-Turnier war Görges noch nie über die dritte Runde hinausgekommen. "Ich möchte auch einmal in die zweite Woche kommen", sagte die 22-Jährige.

Deutscher Tag in Paris

Ein deutscher Tag in Roland Garros steht am Montag an, wenn von 21 DTB-Startern in den Hauptfeldern 13 Profis am Start sind. DATENCENTER: Die Ergebnisse der Herren

Nach seiner Verletzungspause tritt Tommy Haas erstmals seit den Australian Open 2010 wieder bei einem Grand-Slam-Turnier an und spielt gegen Marsel Ilhan (Türkei).

Umjubelter Star ist aber bereits vor seinem ersten Einsatz Novak Djokovic, der am Sonntag seinen 24. Geburtstag feierte. Der Serbe hat in diesem Jahr eine Bilanz von 37:0 Siegen samt sieben Turniererfolgen und kann am Bois de Boulogne sogar den Weltranglistenersten Rafael Nadal (Spanien) an der Spitze ablösen.

Djokovic "scheint zu fliegen"

"Novaks Bilanz ist unglaublich. Er scheint zu fliegen, als ob er Flügel hätte. Für Novak ist derzeit alles möglich", sagte der einstige Djokovic-Ausbilder und frühere deutsche Davis-Cup-Teamchef Niki Pilic.

Derweil hat Australian-Open-Siegerin Kim Clijsters in Paris das Geheimnis ihres vermeintlichen High-Heels-Unfalls gelüftet.

Die an Position zwei gesetzte Belgierin hatte Anfang April bei der Hochzeit ihres Cousins eine Knöchelverletzung erlitten und nach fünfwöchiger Pause erst im Mai wieder mit dem Training begonnen.

High-Heels-Unfall bei Clijsters

"Ich habe auf der Feier barfuß getanzt. Ich kann in High Heels nicht tanzen, deshalb hatte ich sie ausgezogen", berichtete Clijsters. Unglücklicherweise sei sie dann einem Mädchen auf den Fuß getreten und umgeknickt.

Die Favoriten gaben sich am ersten Tag der mit 17,52 Millionen Euro dotierten Veranstaltung keine Blöße. Vorjahresfinalistin Samantha Stosur (Australien) erreichte durch ein 6:2, 6:3 gegen die Tschechin Iveta Benesova locker die zweite Runde.

Vor einem Jahr hatte die frühere Doppel-Spezialistin Stosur in Roland Garros ihren größten Erfolg gefeiert. Erst im Finale hatte sie sich derr Überraschungssiegerin Francesca Schiavone (Italien) beugen müssen.

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