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Bethany Mattek-Sands ist derzeit die Nr. 42 der Weltrangliste © getty

Die WTA-Schönheiten achten in Paris wie immer genau darauf, elegant auszusehen. Die "Killerbiene" setzt den Kontrapunkt.

Paris - Das Neglige-Kleid mit Spitze sucht man diesmal ebenso vergeblich wie die rätselhafte Unterwäsche.

Was nicht zuletzt daran liegt, dass die extravaganten Williams-Schwestern Serena und Venus durch Abwesenheit glänzen.

Dafür sind lackierte Fingernägel in Neonfarben oder passend zum Dress en vogue.

Die Weltranglistenerste Caroline Wozniacki trägt sie genau wie die deutschen Hoffnungsträgerinnen Andrea Petkovic und Julia Görges.

Brands die "Wrestlerin"

Bei den diesjährigen French Open in der Modestadt Paris gibt die Liebe zum Detail den Ton auf den Courts an.

Nur nicht bei Bethanie Mattek-Sands, Spitzname "Killerbiene".

Die Amerikanerin setzt wie immer auf die schrille Variante und sieht im Land der Haute Couture eher aus wie eine furchteinflößende Achtziger-Jahre-Wrestlerin.

Auftritt im Football-Style

Diesmal tritt Mattek-Sands mit dunklen Kniestrümpfen und Boxershorts, gelbem Top und grauen Schuhen an - und garniert das Ganze im Football-Stil mit zwei dicken schwarzen Strichen unter den Augen.

Die akkurat aufgetragenen Balken sollen aber nicht in erster Linie dem Gegner Respekt einflößen.

"Man wird wirklich weniger geblendet. Ich habe eine Sonnenbrille ausprobiert, ich habe es mit Creme und Zink versucht. Aber das hat sich alles nicht mit dem Schweiß vertragen", erklärt Mattek-Sands ihre gewöhnungsbedürftiges Aussehen.

"Strong is beautiful"

Die "Kriegsbemalung" und die unkonventionellen Outfits der 26-Jährigen, die einst bei den US Open mit Cowboyhut angetreten war und prompt eine 1000-Dollar-Strafe zahlen musste, sind konträr zur neuen aufwendigen Kampagne der Spielerinnen-Vereinigung.

Die WTA will ihre Zugpferde mit dem Slogan "Strong is beautiful" (Stark ist hübsch) weltweit mit TV-Spots und Anzeigen ins rechte Bild rücken.

Der Tenniscourt als Catwalk sozusagen.

Petkovic als Amazone

Fed-Cup-Spielerin Andrea Petkovic ist dabei als wilde Amazone zu sehen.(408383DIASHOW: Die Bilder aus Paris)

Im engen schwarzen Kleid, stark geschminkt und mit zerzausten Haaren schlägt die Darmstädterin eine Rückhand oder blickt ein anderes Mal herausfordernd in die Kamera.

"Normalerweise bin ich ja nicht so für diese Sachen zu gewinnen. Aber an dem Set waren ausschließlich sehr, sehr kreative Leute, die nicht viel mit Tennis zu tun hatten, sondern wirklich die starke Frau mit Tennisschläger darstellen wollten", berichtete Petkovic vom Shooting, das vom kalifornischen Filmemacher und Fotograf Dewey Nicks geleitet wurde.

Nicht geizen mit Reizen

Caroline Wozniacki schlägt mit wehenden Haaren und im schwarzen Cocktailkleid auf, während Australian-Open-Siegerin Kim Clijsters im apricotfarbenen Faltenröckchen ihren berühmten Spagat vorführt.

"Diese Kampagne zeigt die innere Stärke der Spielerinnen auf eine attraktive Weise", sagt Branchenführerin Wozniacki und begrüßt die offensive Strategie frei nach dem Motto: Nur nicht geizen mit den Reizen.

Individualität inspiriert

Dabei soll aber durchaus auch die Individualität jedes Profis berücksichtigt werden.

"Die persönliche Geschichte einer jeden Spielerin ist das, was inspiriert", sagt WTA-Chefin Stacey Allaster und weiß um die Vorzüge "ihrer" Frauen:

"Die einzigartige Kombination von Athletik und Entschlossenheit auf dem Platz und innerer Schönheit abseits des Platzes macht unsere Sportart so attraktiv."

Lady Gaga lässt grüßen

Bethanie Mattek-Sands setzt da lieber auf die eigene Linie - und seit kurzem auf Alex Noble.

Der Modedesigner von Lady Gaga arbeitet mit Mattek-Sands zusammen und will ihr für die Players Party in Wimbledon ein Kleid entwerfen.

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