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Andrea Petkovic belegt derzeit den zwölften Platz in der Weltrangliste © imago

Die Darmstädterin spaziert gegen eine Tschechin souverän in Runde drei. Florian Mayer scheitert an einem Qualifikanten.

Paris - Andrea Petkovic feierte ihre Premiere in der roten Asche mit dem "Moonwalk"-Tanz, Florian Mayer setzte sein Debüt indes in den Sand:

Das neue deutsche Tennis-"Traumpaar" geht nach dem fünften Tag der French Open (täglich ab 11 Uhr im LIVE-Ticker) getrennte Wege.

Doch für Mayer sprang überraschend Michael Berrer in die Bresche, der die Ehre der deutschen Männer mit seinem Einzug in die dritte Runde rettete.

Während die Weltranglisten-Zwölfte Petkovic durch ein 7:6 (7:2), 6:2 gegen Lucie Hradecka (Tschechien) erstmals in ihrer Karriere in die dritte Runde von Roland Garros einzog, musste Mannschafts-Weltmeister Mayer frustriert die Koffer packen (DATENCENTER: Die French Open).

Mayer kraftlos - Berrer feiert Premiere

Der Bayreuther unterlag dem Qualifikanten Alejandro Falla (Kolumbien) nach einer kraftlosen Vorstellung 6:4, 6:7 (4:7), 1:6, 2:6 und wurde bei seinem ersten Grand-Slam-Turnier als deutsche Nummer eins der Rolle nicht gerecht.

Zumindest der Weltranglisten-95. Berrer zog als einziger Deutscher durch ein 7:6 (8:6), 3:6, 7:5, 6:4 gegen Arnaud Clement (Frankreich) in die nächste Runde ein.

Noch nie zuvor hatte der 30 Jahre alte Stuttgarter beim bedeutendsten Sandplatzturnier ein Match gewonnen. Nun wartet in Andy Murray (Großbritannien/Nr. 4) ein ganz harter Brocken.

"Petko"-Berater fordert Grand-Slam-Titel

Ganz anders die "neue" Petkovic. "Ich bin ruhig geblieben und habe bei den wichtigen Punkten gut gespielt. Daran sieht man, dass ich eine stabilere Spielerin geworden bin", sagte die Hoffnungsträgerin und zeigte den "Mondtanz": "Der passt doch zum Sand."

Vor Petkovic hatte am Mittwoch bereits Julia Görges die dritte Runde des mit insgesamt 17,52 Millionen Euro dotierten Turniers erreicht (408383DIASHOW: Die Bilder aus Paris).

Fünf Tage nach ihrem Turniersieg in Straßburg ließ sich Petkovic auf Court 2 auch von den gelegentlichen Windböen nicht irritieren und zeigte im Tiebreak keine Nerven. In der nächsten Runde trifft `Petko" auf Jarmila Gajdosova (Australien/Nr. 24).

[kaltura id="0_7mapx5f9" class="full_size" title="Florian Mayer Die Basis zum Erfolg"]

Die Weichen für den Sieg stellte die Darmstädterin mit einem Break im ersten Spiel des zweiten Satzes. In der nächsten Runde trifft "Petko" entweder auf Jarmila Gajdosowa (Australien/Nr. 24) oder die Spanierin Anabel Medina Garrigues.

Ihr neue Berater Heinz Günthardt traut Petkovic mittelfristig noch Großes zu: "Andrea soll irgendwann einen ernsthaften Anspruch auf einen Grand-Slam-Titel haben", sagte der frühere Steffi-Graf-Trainer Günthardt.

Mayer frustriert

Mayer indes konnte im Spiel der vergebenen Chancen zwei Satzbälle nicht nutzen.

"Das war eigenes Verschulden, ich bin sehr sauer auf mich. Ich muss den zweiten Satz gewinnen, das war der Knackpunkt", sagte der Weltranglisten-19. nach seinem "Einbruch".

"Bessere Auslosung bekommt man nicht"

Mayer wurden kurioserweise die Erfolge und Belastungen der letzten Wochen mit dem Power Horse World Team Cup, dem Viertelfinale in Madrid und dem Endspiel im München zum Verhängnis:

"Wenn man fünf Wochen am Stück spielt, ist das anstrengend für Kopf und Körper", sagte der 27-Jährige, der sogar mit dem Achtelfinale geliebäugelt hatte:

"Eine bessere Auslosung als diese bekommt man bei einem Grand Slam nicht."

Fehlende Frische

Besonders die physischen Defizite bremsten Mayer gegen den Sandplatzspezialisten Falla immer wieder aus.

"Wenn ich fit bin, bewege ich mich besser. Aber in Paris muss man fit sein" erklärte der Schlaks, der jüngst die deutsche Mannschaft im Rochusclub mit drei Einzelsiegen zum WM-Titel geführt hatte.

Bevor die Rasensaison beginnt, will Mayer erst einmal ein paar Tage abschalten und beim Geburtstag seiner Mutter dabei sein.

Mit Tobias Kamke muss auch ein weiterer Deutscher in der zweiten Runde seine Koffer packen. Der 25-Jährige aus Lübeck scheiterte mit 2:6, 2:6, 6:7 (4:7) an Davis-Cup-Sieger Viktor Troicki (Serbien/Nr. 15).

Hoffnungen ruhen auf Görges

Die deutschen Hoffnungen ruhen jetzt vor allem auf Julia Görges, die am Freitag mit dem Achtelfinal-Einzug ihren bislang größten Erfolg bei einem Grand-Slam-Turnier perfekt machen will.

Die Weltranglisten-18. trifft auf Lokalmatadorin Marion Bartoli (Frankreich/Nr. 11) - und ist nach den Leistungen der letzten Wochen keine Außenseiterin.

"Mein Ziel ist es, bei einem Grand Slam endlich einmal in die zweite Woche zu kommen", sagte Görges.

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