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Die Belgierin Kim Clijsters gewann 2011 die Australian Open © getty

Die Belgierin verliert überraschend an der Nummer 114 der Welt. Clijsters mach einfach zu viele "unforced errors".

Paris - Die French Open (täglich ab 11 Uhr im LIVE-Ticker) haben ihre erste dicke Überraschung:

Die an Position zwei gesetzte Kim Clijsters scheiterte in der zweiten Runde völlig überraschend mit 6:3, 5:7, 1:6 an der Weltranglisten-114. Arantxa Rus aus den Niederlanden.

Seit ihrem traumhaften Comeback im Spätsommer 2009 hatte Melbourne-Siegerin Clijsters bei einem Grand-Slam-Turnier nicht mehr so früh verloren (DATENCENTER: Die French Open).

"Ich dachte, ich habe das Match im Griff. Aber diese Einstellung ist nie gut. Plötzlich konnte ich mein aggressives Spiel nicht mehr aufziehen", sagte Clijsters (408383DIASHOW: Die Bilder aus Paris).

Fehler ohne Ende

Die 27-jährige Belgierin vergab auf dem Court Philippe Chatrier beim Stand von 5:2 sowie 5:4 jeweils einen Matchball und wirkte im Anschluss völlig verunsichert.

Die zweimalige Roland-Garros-Finalistin Clijsters produzierte in dem Match über 2:02 Stunden 65 "unforced errors" - alleine zehn Doppelfehler.

Ihre 20 Jahre alte Gegnerin Rus, die ihren größten Erfolg feierte, leistete sich nur 22 so genannte "einfache Fehler".

Geheimnis gelüftet

Erst ein paar Tage vor der Pleite hatte "Super Mom" Clijsters in Paris das lange gehütete Geheimnis um ihren vermeintlichen High-Heels-Unfall gelüftet.

Clijsters hatte Anfang April bei der Hochzeit ihres Cousins eine Knöchelverletzung erlitten und nach fünfwöchiger Pause erst im Mai wieder mit dem Training begonnen - so dass sie einen Kaltstart in das Turnier hinlegen musste.

"Ich habe auf der Feier barfuß getanzt. Eine Menge Leute dachten, ich habe hohe Schuhe getragen. Aber ich kann in High Heels nicht tanzen, deshalb hatte ich sie ausgezogen", berichtete Clijsters, die bei den US Open 2009 eines der größten Comebacks der Sport-Geschichte perfekt gemacht hatte.

Sieg in New York

Nach der Geburt von Jada und einer 27-monatigen Pause hatte "Kimback" erst vier Wochen vor der Veranstaltung in Flushing Meadows ihr erstes Turnier bestritten - und dann prompt in New York gewonnen.

Den Coup im "Big Apple" wiederholte die Rechtshänderin aus Bree 2010.

Weiter ist dagegen Maria Scharapowa. Nach langem Kampf setzte sich die Russin mit 3:6, 6:4 und 6:0 gegen die Französin Caroline Garcia durch. Im zweiten Satz lag Scharapowa zwischenzeitlich mit 2:4 zurück, bevor sie ihre Aufholjagd startete.

Nadal darf weiter vom sechsten Titel träumen

Dagegen bleibt der topgesetzte Rafael Nadal in Paris auf Rekordkurs und darf weiter von seinem sechsten Titel bei den French Open träumen. Der Spanier zog durch ein hart erkämpftes 7:5, 6:3, 7:6 (7:4) gegen seinen Landsmann Pablo Andujar in die dritte Runde von Roland Garros ein.

Auf seinem Lieblingsbelag zeigte Linkshänder Nadal eine starke kämpferische Leistung und holte im dritten Satz einen 1:5-Rückstand auf. Der letzte Durchgang auf dem Court Suzanne Lenglen dauerte allein 1:32 Stunden.

In der nächsten Runde trifft Nadal auf den kroatischen Qualifikanten Antonio Veic.

Auf den Spuren von Björn Borg

Titelverteidiger Nadal, der seine Matchbilanz in Paris auf 40:1 Siege ausbaute, würde bei einem weiteren Coup im Schatten des Eiffelturms mit dem legendären Björn Borg gleichziehen.

Der Schwede ist mit sechs Triumphen noch der alleinige Rekordsieger der French Open.

Der Weltranglistenerste Nadal steht am Bois de Boulogne allerdings unter großem Druck.

Der 24-Jährige muss ins Finale kommen, um seine Spitzenposition gegenüber Novak Djokovic zu verteidigen. Der Australian-Open-Sieger aus Serbien könnte aus eigener Kraft den Platz an der Sonne erobern, wenn er den Einzug ins Endspiel schafft.

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