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Julia Görges spielt derzeit ihre siebte Profi-Saison © getty

Nach der Pleite im Einzel setzt Julia Görges auf das Doppel und strebt dabei mit ihrer Partnerin Andrea Petkovic große Ziele an.

Paris - Kurz nach dem Ende der Mission Paris tröstete sich Julia Görges mit dem Projekt London.

Zusammen mit Andrea Petkovic gelang ihr im Doppel das, was ihr unmittelbar zuvor im Einzel auf dem Centre Court verwehrt geblieben war: Der Einzug ins Achtelfinale der French Open (täglich ab 11 Uhr im LIVE-TICKER).

Über das Trostpflaster konnte sich Görges ungeachtet der 6:3, 2: 6, 4:6-Niederlage gegen Marion Bartoli (Frankreich/Nr. 11) (Bericht) dann auch so richtig freuen.

"Da habe ich den Tag doch ganz gut abgeschlossen. Es war geil, die Stimmung beim Doppel war super. Danach weiß man, wofür man spielt", meinte die Weltranglisten-18. aus Bad Oldesloe und hatte am Abend ihr Lachen längst wiedergefunden.

London 2012 lockt

Nicht nur, weil die gemeinsame Sache mit der passionierten Teamspielerin Petkovic offenbar Spaß macht.

Sondern auch, weil die Olympischen Spiele 2012 in London locken. Dort wollen die beiden Hoffnungsträgerinnen Görges und Petkovic Seite an Seite antreten - und bei der Vergabe der Medaillen ein gewichtiges Wort mitreden.

"Es ist doch das Beste, was es geben kann, als Sportler für sein Land bei Olympia zu starten", meinte die 22-jährige Görges mit leuchtenden Augen.

Rittner zeigt sich erfreut

Auch Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner hat die Lust der Power-Frauen auf die Sommerspiele an der Themse im nächsten Jahr bereits mit Freude registriert.

"Sie reden schon davon, in London will natürlich jede dabei sein. Das ist schon jetzt ein Thema", sagte Rittner.

Die Aussichten auf eine olympische Medaille scheinen nicht vermessen zu sein.

Duo trifft jetzt auf Russinen

In der zweiten Runde am Freitagabend schalteten Görges/Petkovic immerhin das an Position sechs gesetzte Duo Bethanie Mattek-Sands/Meghann Shaughnessy (USA) mit 6:1, 1:6, 7:6 (8:6) aus.

Dabei treten die beiden Deutschen nach der Premiere in Stuttgart im April erst zum zweiten Mal überhaupt gemeinsam an.

In der Runde der letzten 16 treffen sie jetzt auf Nadia Petrowa/Anastasia Rodionowa (Russland/Australien/Nr. 9) (DATENCENTER: Die French Open).

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Görges mit Risiko-Nottaktik

Ein wenig nagte der Einzel-K.o. aber dann doch noch an Görges, die wegen einer Erkältung nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte war.

"Mein Körper war angeschlagen, deshalb bin ich am Ende auf die direkten Gewinnschläge gegangen", beschrieb die Stuttgart-Siegerin ihre Risiko-Nottaktik.

Der Blick auf das qualitativ ausgedünnte Tableau dürfte den Ärger von "Jule" noch verstärkt haben 408383(DIASHOW: Die Bilder aus Paris).

Weg wäre frei gewesen

In Branchenführerin Caroline Wozniacki (Dänemark), Melbourne-Gewinnerin Kim Clijsters (Belgien) und Vorjahresfinalistin Samantha Stosur (Australien) sind bereits drei Topfavoritinnen vor dem Achtelfinale auf der Strecke geblieben.

Der Weg für eine Überraschung wäre also frei gewesen. Zumal im Achtelfinale erst einmal die ungesetzte Gisela Dulko (Argentinien) gewartet hätte.

"Natürlich guckt man auf die Auslosung", meinte Görges, ehe sie mit süß-saurer Miene anfügte: "Aber jetzt muss ich nicht mehr schauen, denn ich bin ja auch ausgeschieden."

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