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Andrea Petkovic bestreitet bereits ihre sechste Profisaison © getty

Andrea Petkovic steht als letzte Deutsche im Achtelfinale der French Open. Für Michael Berrer ist gegen einen Briten Schluss.

Paris - In der "Stierkampfarena" von Paris hat Andrea Petkovic erneut ihr Kämpferherz gezeigt und steht im Achtelfinale der French Open (täglich ab 11 Uhr im LIVE-TICKER).

Die Hoffnungsträgerin aus Darmstadt war nach ihrem 6:2, 4:6, 6:3-Drittrunden-Sieg gegen die Australierin Jarmila Gajdosova vor Freude völlig losgelöst und feierte den Triumph mit ihrem neuen "Moonwalk"-Tanz.

"Ich bin richtig stolz auf mich. Im dritten Satz habe ich auf meine Chancen gewartet und sie dann genutzt. Wenn ich gut spiele, kann ich alle schlagen", sagte sie nach dem Sieg.

Petkovic ist der letzte im Feld verbliebene deutsche Profi, nachdem Michael Berrer (Stuttgart) zuvor mit 2:6, 3:6, 2:6 am Briten Andy Murray gescheitert war.

In der Runde der letzten 16 trifft die Weltranglisten-Zwölfte Petkovic am Montag auf Maria Kirilenko (Russland/Nr. 25), gegen die die Deutsche eine Bilanz von 2:0 Siegen hat.

Erster Satz in 37 Minuten

Für Petkovic ist es die dritte Achtelfinal-Teilnahme bei einem Grand-Slam-Turnier in Serie.

Anfang des Jahres war sie bei den Australian Open in Melbourne im Viertelfinale gescheitert. Eine Woche nach ihrem Turniersieg in Straßburg stellte die 23-Jährige zunächst ihre gute Form unter Beweis.

Mit dem zweiten Break holte sich "Petko" nach 37 Minuten den ersten Satz. In der Folge diktierte dann die an Position 24 gesetzte Gajdosova die Ballwechsel.

[kaltura id="0_7mapx5f9" class="full_size" title="Florian Mayer die Basis zum Erfolg"]

Schrei der Erleichterung

Im entscheidenden Durchgang erhöhte Petkovic den Druck und stellte die Weichen auf Sieg, als sie der Australierin den Aufschlag zum 5:3 abnahm.

Ihren zweiten Matchball nutzte die Fed-Cup-Spielerin und feierte den Erfolg mit einem lauten Schrei der Erleichterung (DATENCENTER: Die French Open).

Dagegen war Berrer meilenweit von einer Überraschung entfernt und haderte mit seinem fehlenden Killerinstinkt.

Berrer auf verlorenem Posten

Eine Knöchelverletzung von Murray, die sich der Melbourne-Finalist Anfang des zweiten Satzes zugezogen hatte, konnte der Schwabe nicht für seine Zwecke nutzen.

"Nachdem Andy umgeknickt war, habe ich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. So eine Chance bekommt man nur einmal im Leben. Ich bin sehr enttäuscht", sagte Berrer.

Der 95. der Weltrangliste kassierte in seinem ersten Drittrunden-Match bei einem Grand-Slam-Turnier überhaupt in allen Sätzen frühe Breaks.

Zwar forderte der Linkshänder zeitweise den Favoriten Murray, stand aber letztlich auf verlorenem Posten.

"Mich nervt mein Unvermögen"

Der Schotte war beim Stand von 2:1 und 40:40 im zweiten Satz mit dem rechten Fuß umgeknickt und mehrere Minuten behandelt worden. Aus Frust warf er seinen Schläger in den Sand.

Doch Murray wirkte im Anschluss keineswegs gehandicapt und verwandelte nach 2:07 Stunden seinen zweiten Matchball 408383(DIASHOW: Die Bilder aus Paris).

"Mich nervt mein Unvermögen, so ein Match zuzumachen. Einem verletzten Reh muss man den Hals umdrehen. Aber ich bin von meiner Mentalität zu gutmütig", erklärte Berrer.

42.000 Euro Preisgeld

Trotz seiner Außenseiterrolle hatte der Fan des VfB Stuttgart auf dem Court Suzanne Lenglen von einer Überraschung geträumt.

"Dritte Runde, dafür kann ich mir nichts kaufen", meinte er. Das stimmt nicht ganz, immerhin kassierte Berrer ein Preisgeld von 42..000 Euro.

Ursprünglich hatten in Paris insgesamt 21 deutsche Profis in den Hauptfeldern gestanden - 15 Männer und sechs Frauen.

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