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Roger Federer gewann bisher 16 Titel bei Grand Slam Turnieren © getty

Der Schweizer besiegt Stanislas Wawrinka und bleibt weiter ohne Satzverlust. Bei den Frauen scheidet wieder eine Favoritin aus.

Paris - Gewohntes Bild und verkehrte Welt:.

Während sich im Männerfeld der French Open (täglich ab 11 Uhr im LIVE-TICKER) die Favoriten Novak Djokovic, Roger Federer und Rafael Nadalkeine Blöße gaben, startet die zweite Woche des bedeutendsten Sandplatzturniers ohne die drei Topspielerinnen.

Als letzte der Top 3 verabschiedete sich im Achtelfinale Wera Swonarewa.

Die US-Open-Finalistin aus Russland unterlag ihrer Landsfrau Anastasia Pawljutschenkowa 6:7 (4:7), 6:2, 2:6. (DATENCENTER: Die French Open)

Zuvor waren bereits die Weltranglistenerste Caroline Wozniacki (Dänemark) und die an zwei gesetzte Melbourne-Siegerin Kim Clijsters aus Belgien gescheitert.

Schweizer Uhrwerk Federer

Dagegen agierte Roger Federer bisher so zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk.

Ohne Satzverlust zog der Grand-Slam-Rekordsieger ins Viertelfinale von Roland Garros ein und darf weiter von seinem zweiten Paris-Titel nach 2009 träumen.

Das Duell der Eidgenossen gewann Federer gegen Stanislas Wawrinka mit 6:3, 6:2, 7:5.

"Ich habe weniger Druck seit meinem Erfolg vor zwei Jahren. Und das ist nicht das Schlechteste", meinte der 29-jährige Federer.

Djokovic zieht weiter seine Kreise

Dagegen bleibt Überflieger Djokovic auf Rekordkurs und kommt der Weltranglistenführung immer näher.

Durch seinen 41. Sieg in diesem Jahr zog der Serbe ins Viertelfinale ein. Den Melbourne-Gewinner trennen nach dem 6:4, 6:4, 6:2 im Achtelfinale gegen Richard Gasquet (Frankreich) nur noch zwei Siege zur Aufstellung eines neuen Startrekords.

"Das beste Tennis meines Lebens"

Die bisherige Bestmarke hält John McEnroe. Dem US-Amerikaner waren 1984 42 Erfolge in Serie gelungen. Jahresübergreifend ist der Argentinier Guillermo Vilas mit 46 gewonnenen Matches (1977) das Maß der Dinge.

"Ich spiele derzeit das beste Tennis meines Lebens", sagte Djokovic

Davis-Cup-Sieger Djokovic kann in Roland Garros die Spitze der Weltrangliste aus eigener Kraft erklimmen, wenn er das Finale erreicht. Derzeit führt der Spanier Rafael Nadal das Ranking an.

Fognini sorgt für Schlagzeilen

Für Schlagzeilen sorgte allerdings der Sieg des Italieners Fabio Fognini gegen Albert Montanes aus Spanien (4:6, 6:4, 3:6, 6:3, 11:9). 411464(DIASHOW: Die Bilder der zweiten Woche aus Paris).

Nach der Abwehr von fünf Matchbällen und ungeachtet einer schweren Oberschenkelverletzung, die Fognini im fünften Satz beim Stand von 7:6 erlitten hatte, zog der 24-Jährige erstmals ins Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers an.

Am Ende konnte sich Fognini kaum mehr bewegen und suchte sein Heil erfolgreich in direkten Gewinnschlägen. Allein der letzte Durchgang dauerte 95 Minuten.

Fognini trifft im Viertelfinale auf Djokovic.

Titelverteidigerin weiter

Bei den Frauen bleibt Titelverteidigerin Francesca Schiavone auf Erfolgskurs und steht nach ihrem ersten bestandenen Härtetest ebenfalls im Viertelfinale.

Die 30 Jahre alte Italienerin besiegte im Achtelfinale die an Position zehn gesetzte Jelena Jankovic (Serbien) in 2:38 Stunden mit 6:3, 2:6, 6:4. In der Runde der letzten Acht trifft die Weltranglistenfünfte Schiavone nun auf Pawljutschenkowa.

In einem weiteren Viertelfinale stehen sich Lokalmatadorin Marion Bartoli (Frankreich/Nr. 11) und die an Position 13 gesetzte Russin Swetlana Kusnezowa gegenüber.

Bartoli profitierte in ihrem Achtelfinale beim Stand von 7:5 und 1:0 von der verletzungsbedingten Aufgabe von Gisela Dulko aus Argentinien (Oberschenkelblessur).

Die frühere US-Open-Siegerin Kusnezowa besiegte die Slowakin Daniela Hantuchova mit 6:7 (6:8), 6:3, 6:2.

Nadal hat Unantastbarkeit verloren

Nachdenklich und nicht so souverän wie gewohnt präsentierte sich im Schatten des Eiffelturms Titelverteidiger bislang Rafael Nadal.

Der topgesetzte Spanier zog zwar am Samstag durch ein 6:1, 6:3, 6:0 gegen den kroatischen Qualifikanten Antonio Veic ins Achtelfinale ein.

Nadal aber, der mit seinem sechsten French-Open-Titel die Bestmarke des derzeitigen Paris-Rerordsiegers Björn Borg (Schweden) einstellen könnte, wirkte in den Runden zuvor längst nicht so unantastbar wie einst in Roland Garros .

"Fehler, die ich in der Vergangenheit nicht gemacht habe"

"Ich mache momentan Fehler, die ich in der Vergangenheit nicht gemacht habe", sagte der Linkshänder, der in Roland Garros eine Matchbilanz von 41:1 Siegen hat.

Am Montag wartet nun Ivan Ljubicic (Kroatien) im Duell um den Viertelfinal-Einzug auf Nadal.

Besonders die beiden jüngsten Final-Niederlagen auf seinem Lieblingsbelag in Rom und Madrid gegen den in diesem Jahr noch ungeschlagenen Djokovic haben Nadal offenbar mächtig zugesetzt.

"Vielleicht spiele ich derzeit ein bisschen nervös. Und das schlägt sich auch auf die Beinarbeit nieder", meinte "Rafa".

Forderung nach Verkürzung der Saison

In die Offensive ging Nadal abseits des Courts. Mit Blick auf die Belastungen der Tennisprofis forderte er eine Änderung des Ranglisten-Systems und die Verkürzung der Saison.

"Wenn wir wollen, dass die Spieler längere Karrieren haben, müssen wir den Turnierkalender reduzieren", sagte der neunmalige Grand-Slam-Sieger Nadal.

"Seit 100 Jahren auf Tour"

Der 24-Jährige selbst fühlt sich aufgrund der Terminflut, als ob er "schon seit 100 Jahren auf der Tour" spiele.

Nadal plädierte zudem für die Einführung eines Zwei-Jahres-Rhythmus bei der Erstellung der Weltrangliste, um so einen Absturz im Ranking nach Verletzungspausen zu verhindern.

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