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Rafael Nadal hat bereits fünf Mal die French Open gewonnen © getty

Der Titelverteidiger steht in Paris im Viertelfinale. Eine Chinesin schreibt Geschichte. Der "Djoker" ist kampflos weiter.

Paris - Sandplatzkönig Rafael Nadal kommt bei den French Open in Paris (täglich ab 11 Uhr im LIVE-TICKER) immer besser in Schwung und steht nach einem souveränen Sieg im Viertelfinale (DATENCENTER: Die French Open).

Der topgesetzte Spanier setzte die Mission Titelverteidigung mit einem 7:5, 6:3, 6:3 gegen Ivan Ljubicic (Kroatien) fort. Nach 2:26 Stunden verwandelte Nadal auf dem Court Philippe Chatrier seinen ersten Matchball.

In der Runde der letzten Acht trifft Nadal, der am kommenden Freitag seinen 25. Geburtstag feiert, auf seinen letztjährigen Finalgegner Robin Söderling. Der Schwede setzte sich beim Heimspiel von Gilles Simon mit 6:2, 6:3 und 7:6 gegen den Franzosen durch.

Nadal vor Borg-Rekord

Linkshänder Nadal, der seine Matchbilanz in Paris auf 42:1 Siege ausbaute, würde bei einem weiteren Coup im Schatten des Eiffelturms mit dem legendären Björn Borg gleichziehen.

Der Schwede ist mit sechs Triumphen derzeit noch der alleinige Rekordsieger der French Open 411464(DIASHOW: Die Bilder der zweiten Woche aus Paris).

Djokovic kampflos weiter

Kampflos ins Halbfinale ist indes Melbourne-Sieger Novak Djokovic eingezogen.

Einen Tag vor dem für Dienstag angesetzten Viertelfinale musste sein Gegner Fabio Fognini (Italien) das Match gegen den Serben wegen einer Oberschenkelverletzung absagen.

"Es war schwer, diese Entscheidung zu treffen. Ich bin nicht glücklich darüber, aber es ist die beste Lösung. Wenn ich antreten würde, könnte sich die Muskelblessur weiter verschlimmern", sagte Fognini bei einer Pressekonferenz.

"Vor Schmerzen geheult"

Die Verletzung hatte der der 24-Jährige am Sonntag bei seinem 4:6, 6:4, 3:6, 6:3, 11:9-Sieg gegen den Spanier Albert Montanes im fünften Satz beim Stand von 7:6 erlitten.

Der ungesetzte Fognini konnte trotz der sichtbaren Beeinträchtigung fünf Matchbälle abwehren. "Nach dem Spiel habe ich vor Schmerzen geheult", berichtete die Nummer 49 der Weltrangliste.

Weitere Untersuchungen am Montag sollten Aufschluss über die genaue Diagnose der Verletzung bringen.

Rekord naht

Der Weltranglistenzweite Djokovic trifft im Halbfinale am Freitag auf Roger Federer (Schweiz) oder Lokalmatador Gael Monfils (Frankreich).

Der Franzose gewann am Montag die Fortsetzung des am Vorabend wegen Dunkelheit abgebrochenen Achtelfinals gegen David Ferrer aus Spanien mit 6:4, 2:6, 7:5, 1:6, 8:6. Der an Nummer neun gesetzte Monfils hatte das letzte Duell gegen Grand-Slam-Rekordsieger Federer gewonnen.

Die Partie Andy Murray gegen Victor Troicki wurde bei Stand von 6:3, 6:3 und 3:6 aus Sicht von Troicki abgebrochen und wird am Dienstag forgesetzt.

Der 41. Sieg in diesem Jahr hatte Djokovic ins Viertelfinale von Roland Garros geführt. Da ein kampfloser Erfolg nicht in der Statistik zählt, könnte der 24-Jährige den Startrekord von John McEnroe aus dem Jahr 1984 (42 Siege) damit erst bei einem Sieg im Halbfinale einstellen.

Mit dem Final-Einzug in Paris würde Djokovic auch die Führung in der Weltrangliste von Rafael Nadal (Spanien) übernehmen.

Li Na schreibt Geschichte

Bei den Damen hat Melbourne-Finalistin Li Na erneut Geschichte geschrieben und als erste Chinesin überhaupt das Viertelfinale der French Open in Paris erreicht.

Die 29-Jährige setzte sich in der Runde der letzten 16 gegen Petra Kvitova (Tschechien) mit 2:6, 6:1, 6:3 durch. Als nächste Gegnerin wartet auf die Weltranglistensiebte Li Na Wiktoria Asarenka.

Die an vier gesetzte Weißrussin setzte sich in zwei Sätzen mit 6:2 und 6:3 gegen die Russin Ekaterina Makarova durch.

Li Na hatte Anfang des Jahres als erster chinesischer Profi das Finale eines Grand-Slam-Turniers erreicht. Bei den Australian Open hatte sie damals das Endspiel gegen die Belgierin Kim Clijsters in drei Sätzen verloren.

Schiavone bereits durch

Am Sonntag hatten bereits Titelverteidigerin Francesca Schiavone aus Italien, die beiden Russinnen Anastasia Pawljutschenkowa und Swetlana Kusnezowa sowie Lokalmatadorin Marion Bartoli (Frankreich) das Viertelfinale erreicht.

Schiavone trifft nun auf Pawljutschenkowa, Kusnezowa fordert Bartoli heraus.

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