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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Der Schotte Andy Murray holte in seiner Karriere bislang 16 Turniersiege © getty

Der Schotte dreht das Match gegen Troicki und ist weiter. Ein kurioser Fehler bringt den Serben aus dem Konzept.

Paris - Andy Murray steht im Viertelfinale der French Open, Roger Federer hat in Paris bereits das Halbfinale erreicht (täglich ab 11 Uhr im LIVE-TICKER).

Der Schotte setzte sich im Achtelfinale in fünf Sätzen gegen den Serben Viktor Troicki mit 4:6, 4:6, 6:3, 6:2, 7:5 durch und trifft in der Runde der letzten Acht auf Juan Ignacio Chela aus Argentinien.

Federer bezwang im Viertelfinale Lokalmatador Gael Monfils aus Frankreich in drei Sätzen mit 6:4, 6:3, 7:6 (7:3).

Murray, beim Turnier in Paris an Nummer vier gesetzt, erlebte während des kuriosen Duells gegen Troicki Höhen und Tiefen und bewies zudem große Moral und Willenskraft.

Zwischenfall bringt Troicki aus der Spur

Zunächst spielte sich der 24-Jährige nach einem Zwei-Satz-Rückstand wieder in die Partie und erreichte den Satzausgleich. Wegen Dunkelheit musste das Match dann jedoch unterbrochen werden und wurde auf den kommenden Tag verlegt. (DATENCENTER: Die French Open).

Eine kuriose, weil entscheidende Spielszene ereignete sich im letzten Satz beim Stand von 3:2 aus Sicht von Troicki bei Aufschlag Murray.

Unmittelbar vor einem Schmetterballversuch des Serben lief ein Balljunge zu früh auf den Court und sorgte unfreiwillig für eine Wiederholung des Punktes. Troickis Diskussionen mit dem Schiedsrichter und sein ungläubiger Blick halfen nichts 411464(DIASHOW: Die Bilder der zweiten Woche aus Paris).

Vierter Matchball bringt den Sieg

Zwar gewann Troicki das Spiel, doch die Szene sollte sich negativ auf seine Konzentration auswirken. Bei 5:3-Führung und 30:0 war Troicki nur noch zwei Punkte vom Viertelfinaleinzug und einer handfesten Überraschung entfernt.

Doch der favorisierte Schotte holte sich das Break und nutzte anschließend jeden Fehler seines Gegners eiskalt aus. Nach fast vier Stunden verwandelte Murray schließlich seinen vierten Matchball.

Federer ohne Satzverlust

Der Schweizer Federer ist indes ohne Satzverlust ins Halbfinale der French Open eingezogen und hat Selbstvertrauen für das Duell mit Melbourne-Sieger Novak Djokovic aus Serbien am Freitag getankt.

Grand-Slam-Rekordsieger Federer benötigte für seinen Dreisatzsieg im Viertelfinale gegen Monfils 2:34.

Der Weltranglistenzweite Djokovic war bereits am Montag kampflos in die Runde der letzten Vier eingezogen, nachdem sein italienischer Semifinal-Gegner Fabio Fognini das Match wegen einer Oberschenkelverletzung vorzeitig abgesagt hatte.

Djokovic jagt Rekord

Mit einem Sieg über Federer könnte Djokovic den Startrekord des US-Amerikaners John McEnroe aus dem Jahr 1984 mit 42 Siege einstellen. Zudem würde der Australian-Open-Gewinner bei einem Finaleinzug die Spitze der Weltrangliste von Rafael Nadal übernehmen.

Der 24-jährige Djokovic hatte die letzten beiden Grand-Slam-Halbfinals gegen Federer in Melbourne und bei den US Open in New York im September 2010 gewonnen.

Schiavone dreht das Spiel

Bei den Damen hat Francesca Schiavone trotz großer Probleme ihre Mission Titelverteidigung bei den French Open fortgesetzt: Die Weltranglistenfünfte aus Italien zog ungeachtet eines 1:4-Rückstands im zweiten Satz als erste Spielerin ins Halbfinale von Paris ein.

Schiavone siegte im Viertelfinale nach 2:34 Stunden mit 1:6, 7: 5, 7:5 gegen Anastasia Pawljutschenkowa (Russland/Nr. 14). Nach einer 5:1-Führung im entscheidenden Durchgang musste die Überraschungssiegerin von 2010 noch einmal kräftig zittern.

Jetzt gegen Bartoli

In der Runde der letzten Vier trifft die 30-jährige Schiavone am Donnerstag auf Marion Bartoli aus Frankreich. Die Lokalmatadorin bezwang Swetlana Kusnezowa aus Russland mit 7:6 (7:4), 6:4.

Am Mittwoch hat auch die Darmstädterin Andrea Petkovic die Chance, mit einem Sieg über Maria Scharapowa aus Russland erstmals ins Halbfinale eines Majors-Tournament einzuziehen.

Viele Favoritenstürze

Schiavone zählt beim zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres auch angesichts der Favoritenstürze in diesem Jahr zu den Topfavoritinnen. Branchenführerin Caroline Wozniacki (Dänemark), Melbourne-Siegerin Kim Clijsters aus Belgien sowie die australische Vorjahresfinalistin Samantha Stosur waren vorzeitig gescheitert.

Die nur 1,66 Meter große Schiavone hatte im vergangenen Jahr in Roland Garros als erste italienische Grand-Slam-Siegerin Tennis-Geschichte geschrieben.

Die berühmteste Sandplatzveranstaltung der Welt ist diesmal mit insgesamt 17,52 Millionen Euro dotiert. Die Siegerin und der Sieger kassieren jeweils 1,2 Millionen Euro. Im letzten Jahr waren es "nur" je 1,12 Millionen Euro gewesen.

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