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Die Chinesin Li Na (l.) stand 2011 bereits im Finale der Australian Open © AFP

Die Chinesin schmeißt bei den French Open Petkovic-Bezwingerin Scharapowa aus dem Turnier und schafft Historisches.

Paris - Melbourne-Finalistin Li Na hat erneut Geschichte geschrieben und als erster chinesischer Tennisprofi das Endspiel der French Open in Paris erreicht.

Die 29-Jährige setzte sich im Halbfinale in 1:48 Stunden mit 6:4, 7:5 gegen die Russin Maria Scharapowa durch, die am Mittwoch in der Runde der letzten Acht Andrea Petkovic aus Darmstadt ausgeschaltet hatte (6:0, 6:3) (Bericht).

"Unfassbar, das hätte ich mir nie erträumt", sagte Li Na (DATENCENTER: Die French Open).

Im Finale am Samstag trifft die an Position sechs gesetzte Chinesin auf die Titelverteidigerin Francesca Schiavone aus Italien.

Neues Ritual

Schiavone setzte sich in ihrem Halbfinale gegen Lokalmatadorin Marion Bartoli (Frankreich) mit 6:3, 6:3 durch.

Im Vergleich zu ihrem überraschenden Triumph im vergangenen Jahr setzt Schiavone auf ein anderes Ritual:

Sie küsst diesmal nach ihren Siegen nicht den Sand, sondern reibt sich die rote Asche ins Gesicht.

"Ich bin stolz, wieder so weit gekommen zu sein. Der Wind war ein Vorteil für mich, aber ich musste trotzdem viel laufen", sagte Schiavone. Als letzte hatte beim zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres Justine Henin (Belgien) ihren Titel 2007 erfolgreich verteidigt.

Novum im letzten Jahr

Die Weltranglistenfünfte Schiavone hatte im vergangenen Jahr am Bois de Boulogne für ein Novum gesorgt.

Die nur 1,66 Meter große Rechtshänderin war die erste italienische Grand-Slam-Siegerin.

Zweites Finale in Folge

Li Na macht in der Weltrangliste einen Sprung von Platz sieben auf den fünften Rang 411464(DIASHOW: Die Bilder der zweiten Woche aus Paris).

Die Chinesin hatte Anfang des Jahres als erster Profi aus dem Reich der Mitte das Finale eines Grand-Slam-Turniers erreicht.

Bei den Australian Open hatte sie damals das Endspiel gegen die Belgierin Kim Clijsters in drei Sätzen verloren.

Scharapowa muss warten

Die frühere Weltranglistenerste Scharapowa muss dagegen weiter auf die Komplettierung ihrer Grand-Slam-Sammlung warten.

Die bestverdienende Sportlerin der Welt, die für einen Achtjahres-Vertrag mit einem Sportartikelhersteller 70 Millionen Dollar (48,5 Millionen Euro) kassiert, hat bislang in Wimbledon (2004), bei den US Open (2006) und den Australian Open (2008) triumphiert.

Der Titel von Paris fehlt ihr noch. Bislang haben neun Spielerinnen den sogenannten Karriere-Grand-Slam gewonnen - darunter Steffi Graf.

Die Siegerin des mit insgesamt 17,52 Millionen Euro dotierten Sandplatzturniers am Bois de Boulogne kassiert 1,2 Millionen Euro.

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