vergrößernverkleinern
Philipp Kohlschreiber gewann in seiner Karriere bislang drei ATP-Turniere © getty

Der Sieger von Halle scheitert in Wimbledon nach gutem Start am Usbeken Istomin. Rainer Schüttler präsentiert sich in guter Form.

London ? Auf dem Rasen von Halle war Philipp Kohlschreiber unbesiegbar, auf dem Rasen von Wimbledon (täglich ab 13 Uhr im LIVE-TICKER) überstand er dafür nicht mal die erste Runde.

Acht Tage nach dem Turniersieg in Ostwestfalen zeigte der allerdings an der Leiste verletzte Augsburger wie so oft in diesem Jahr sein zweites Gesicht, unter wolkenverhangenem Himmel über dem All England Club in der Church Road war er nach gewonnenem ersten Satz fast chancenlos gegen den aufstrebenden Usbeken Denis Istomin.

Kohlschreiber unterlag mit 6:4, 3:6, 3:6, 3:6 - er verlor damit bei der siebten Teilnahme in London SW 19 zum vierten Mal sein Auftaktmatch (DATENCENTER: Wimbledon - Herren).

"Die Rasensaison ist vorbei. Sie hat gut begonnen und war schnell beendet", sagte Kohlschreiber nach seinem raschen Abschied lapidar.

Verletzung sorgt für Bedenken

Er verwies freilich darauf, dass er sich schon vor dem Endspiel in Halle einen Riss in der linken Leiste zugezogen hatte. "Ich bin schon mit Bedenken reingegangen", berichtete der 27-Jährige, "ich konnte auch nicht aus dem Kopf rauskriegen, dass mir das wehtut, ich habe immer noch unter der Verletzung gelitten."

Kohlschreiber will in den nächsten Tagen eine weitere Kernspintomgraphie vornehmen lassen, "es ist ja bald auch Daviscup." Genau genommen in gut zweieinhalb Wochen.

Haas scheitert an Muller

Während Titelverteidiger Rafael Nadal nach anfänglichen Schwierigkeiten gegen Michael Russell (USA) in die zweite Runde einzog, war auch für Tommy Haas sein erstes Spiel bei den 125. All England Championships zugleich sein letztes.

(Jetzt mitspielen und 5.000 Euro gewinnen: Der SPORT1 Tipp-König)

Der 33 Jahre alte Wahl-Amerikaner unterlag Gilles Muller aus Luxemburg mit 6:7 (5:7), 6:7 (3:7), 6:3, 3:6. Wimbledon war das dritte Turnier, bei dem Haas seit seinem Comebackversuch Ende April im Einzel an den Start ging, doch wie bei den French Open und in Halle scheiterte er gleich in seinem Auftaktmatch.

2009 war der gebürtige Hamburger in Wimbledon ins Halbfinale gekommen.

Schüttler souverän

Als erster von 19 deutschen Spielerinnen und Spielern zog dafür am ersten Tag des mit 16,6 Millionen Euro dotierten Turniers Oldtimer Rainer Schüttler in die zweite Runde ein. (420442DIASHOW: Die Bilder aus London)

Der 35 Jahre alte Korbacher gewann gegen den in Wimbledon immerhin an Nummer 30 gesetzten Brasilianer Thomaz Bellucci erstaunlich überzeugend mit 7: 6 (7:3), 6:4, 6:2. Schüttler trifft nun Feliciano Lopez: Der Spanier hatte sich fast zeitgleich und ähnlich überzeugend mit 6:4, 7:5, 6:3 gegen Michael Berrer aus Stuttgart durchgesetzt.

Gute Erinnerungen an London

Während Kohlschreiber und Haas erwartungsgemäß mit hängenden Köpfen vom Platz trotteten, ballte Schüttler nach 2:11 Stunden auf Court Nummer 16 mit einem zufriedenen Lächeln die rechte Faust und lächelte.

Wimbledon ist schon sein 14. Turnier in diesem Jahr - der Sieg am Montag an der Church Road aber war erst sein fünfter in 2011. Und acht Mal war Schüttler zuvor nicht mal über die erste Runde hinausgekommen.

An Wimbledon hat der Korbacher allerdings gute Erinnerungen - 2008 war er immerhin bis ins Halbfinale gekommen, ehe er an Rafael Nadal scheiterte. Nadal gewann anschließend zum ersten Mal auf dem heiligen Rasen.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel