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Der Weltranglisten-Erste Rafael Nadal gewann 2010 das Turnier in Wimbledon © AFP

Der Titelverteidiger hat im Achtelfinale von Wimbledon gegen Juan Martin del Potro große Probleme. Auch Federer muss kämpfen.

London - Nur unter größten Mühen ist Titelverteidiger Rafael Nadal ins Viertelfinale der 125. All England Championships in Wimbledon (Di., ab 14 Uhr im LIVE-TICKER) eingezogen.

Der Spanier setzte sich in einem hart umkämpften Match auf lange Zeit bemerkenswert hohem Niveau mit 7:6 (8:6), 3:6, 7:6 (7:4), 6:4 gegen Juan Martin del Potro aus Argentinien durch.

Die Begegnung auf dem Centre Court, der anfänglich Prinz William und seine Gattin Kate beigewohnt hatten, dauerte immerhin 3:52 Stunden.

Die begeisterten Zuschauer sahen eine Vielzahl spektakulärer Schläge und Ballwechsel.

Nadal und del Potro mit Verletzungspausen

Beide Spieler schlugen hervorragend auf, begingen sehr wenige unerzwungene Fehler und bewegten sich körperlich im Grenzbereich:

Nadal wurde im ersten Satz beim Stand von 6:5 für del Potro wegen Knöchelbeschwerden behandelt.

Sein Gegner, US-Open-Sieger 2009, verschwand beim Stand von 2:2 im dritten Durchgang nach einem Ausrutscher wegen offensichtlicher Hüftschmerzen für zehn Minuten vom Platz.

Federer mit leichten Problemen

Nach anfänglich großen Schwierigkeiten hat auch Roger Feder aus der Schweiz das Viertelfinale erreicht.

Nach dem Verlust des ersten Satzes und zunächst vielen Mühen im zweiten Durchgang bezwang der sechsmalige Turniersieger den Russen Michail Juschni in 3:02 Stunden mit 6:7 (5:7), 6:3, 6:3, 6:3.

Federer trifft nach seinem 100. Sieg auf Rasen nun auf den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga, der sich mit 6:3, 6:4, 7:6 (7:1) gegen den Spanier David Ferrer durchsetzte.

Murray ohne Mühe

Andy Murray, großer Hoffnungsträger auf den ersten Sieg eines Briten im All England Club seit 75 Jahren, erreichte beim Besuch des frisch vermählten Prinzenpaars William und Kate recht problemlos das Viertelfinale.

Murray besiegte Richard Gasquet aus Frankreich mit 7:6 (7:3), 6:3, 6:2. Die Royals, gerade zurückgekehrt von einer Reise nach Kanada, waren amused - und verschwanden erst mal wieder, der Achtelfinaltag lief trotzdem weiter und bot jede Menge Überraschungen (DATENCENTER: Wimbledon - Herren).

Beide Williams raus

Nach gut eineinhalb Stunden nahmen William und Kate wieder auf ihren gepolsterten Stühlen Platz, um die Begegnung zwischen Titelverteidiger Rafael Nadal (Spanien) und Juan Martin del Potro (Argentinien) zu verfolgen.

In der Zwischenzeit war jede Menge passiert, unter anderem verpasste das Prinzenpaar die Niederlage der fünfmaligen Wimbledonsiegerin Venus Williams (USA), die mit 2:6, 3:6 gegen Swetana Pironkowa aus Bulgarien verlor.

Nur kurz zuvor waren Titelverteidigerin Serena Williams (USA) und die Weltranglistenerste Caroline Wozniacki (Dänemark) gescheitert (423318DIASHOW: Die Bilder der zweiten Woche).

Wozniacki muss weiter warten

Serena Williams unterlag Marion Bartoli, am Dienstag nun Im Viertelfinale Gegnerin von Sabine Lisicki (Jetzt mitspielen und 5.000 Euro gewinnen: Der SPORT1 Tipp-König).

Venus Williams, fünfmalige Wimbledonsiegerin, verlor gegen Sweta Pironkonkowa (Bulgarien).

Und Caroline Wozniacki bestätigte wieder mal ihren schlechten Ruf, nur die unwichtigen Turniere gewinnen zu können, bei den ganz großen aber zu scheitern:

Die Weltranglistenerste scheiterte mit 6:1, 6:7 (5:7), 5:7 an Dominika Cibulkova aus der Slowakei, die Dänin muss weiter auf ihren ersten Turniersieg bei einem Grand Slam warten. Cibulkova, bislang die Nummer 24 der Weltrangliste, hatte zuvor Julia Görges ausgeschaltet.

Tomic macht's wie Becker

Auf dem kleinen Court 18 bewegte sich derweil Bernard Tomic weiter auf den Spuren von Boris Becker.

Der Australier, vor 18 Jahren in Stuttgart zur Welt gekommen, besiegte den bislang stark spielenden Xavier Malisse aus Belgien mit einer erneut eindrucksvollen Leistung mit 6:1, 7:5 und 6:4.

Tomic ist der jüngste Spieler im Viertelfinale von Wimbledon, seit dies Boris Becker 1986 auf dem Weg zu seinem zweiten Turniersieg nacheinander auf dem heiligen Rasen erreicht hatte. Tomic hat sich darüber hinaus über die Qualifikation ins Hauptfeld gespielt.

Sharapowa auf Kurs

Im Achtelfinale der Damen war vor dem Scheitern von Williams und Wozniacki noch alles den gewohnten Gang gegangen.

Viktoria Asarenka (Weißrussland), an Nummer vier gesetzt, die Wimbledonsiegerin von 2004, Maria Scharapowa aus Russland (5.), und Petra Kvitova aus Tschechien (8.) setzten sich standesgemäß durch.

Auch Tamira Paszek aus Österreich setzte ihre Siegesserie fort. Nach ihrem Erfolg gegen Francesca Schiavone (Italien) gewann sie auch gegen Xenia Pervak (Russland), die zuvor Andrea Petkovic (Darmstadt) besiegt hatte (420442DIASHOW: Die Bilder der ersten Woche).

Serena lobt Bartoli

"Sie hat sehr gut gespielt, wenn sie immer so spielen würde, wäre sie konstant unter den ersten Fünf der Welt. Das war heute: Wow, wo versteckt sich diese Spielerin während des Rests des Jahres", sagte Serena Williams nach ihrer Niederlage gegen Bartoli über die Französin.

Die viermalige Wimbledonsiegerin, die nach ihrem Titelgewinn 2010 beinahe ein Jahr hatte pausieren müssen, gab vor, nicht allzu enttäuscht zu sein.

"Ich bin ja schon froh, dass ich überhaupt hier war. Angesichts der Umstände glaube ich, dass ich mich echt gut geschlagen habe", sagte sie.

Bei den US Open wolle sie dennoch "besser sein".

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