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Sabine Lisicki (r.) und ihre Partnerin Samantha Stosur standen in einem Grand Slam Finale © getty

Nach dem Nachsitzen fehlt Lisicki und Stosur im Finale die Konzentration. Beide leisten sich entscheidende Aufschlagverluste.

London - Die Doppelschicht war dann am Ende doch ein bisschen zu viel:

Sabine Lisicki hat zwei Tage nach ihrer Halbfinale-Niederlage im Einzel (Bericht) auch im Doppelfinale einen Titelgewinn bei den 125. All England Championships in Wimbledon verpasst. (DATENCENTER: Wimbledon - Damen)

Nach einem erfolgreichen 18-minütigen "Nachsitzen" am Samstagnachmittag im fortgesetzten Halbfinale vom Vorabend verlor die Berlinerin mit ihrer australischen Partnerin Samatha Stosur das noch am gleichen Abend ausgetragene Endspiel gegen die an Nummer zwei gesetzten Kveta Peschke (Tschechien) und Katarina Srebotnik (Slowenien) nach 69 Minuten 3:6, 1:6.

Entscheidender Aufschlagverlust von Lisicki

Der erste Satz war noch recht ausgeglichen, bis Lisicki zum 3:5 der letztlich entscheidende Aufschlagverlust unterlief. (423318DIASHOW: Die Bilder der zweiten Woche)

Im zweiten Satz lagen Lisicki/Stosur nach jeweils einem Break schnell 0:3 zurück, kamen dann nochmal auf 1:3 heran, bevor Stosur erneut ihren Aufschlag verlor. (Jetzt mitspielen und 5.000 Euro gewinnen: Der SPORT1 Tipp-König)

Am Ende mussten sich Lisicki und Stosur mit 125..000 Euro Preisgeld trösten, die Siegerinnen erhielten umgerechnet rund 277.000 Euro. Für den Einzug ins Einzel-Halbfinale erhielt Lisiscki schon umgerechnet rund 304.000 Euro.

"Der Akku war leer"

"Der Akku ist leer. Ich mach jetzt echt mal ne Pause", meinte Lisicki nach dem Spiel.

"Ein paar Tage nach Berlin, wirklich nichts tun, dann in die USA, erstes Turnier in Stanford. Da will ich so weiterspielen wie hier: keinen Druck machen, Spaß haben. Hier hat es super geklappt."

Insgesamt zog sie ein positives Fazit der letzten Wochen: "Das war eine super Rasensaison. Erst der Titel in Birmingham, dann die Wildcard für Wimbledon. Zwei Matchbälle abgewehrt gegen Li Na, der Sieg gegen Bartoli und am Schluss noch das Doppel-Finale, einfach toll."

Dunkelheit stoppt das Halbfinale

Lisicki und Stosur, die in der ersten Runde bereits die topgesetzten Vania King und Jaroslawa Schwedowa (USA/Russland) ausgeschaltet hatten, hatten zuvor im Halbfinale Marina Erakovic (Neuseeland) und Tamarine Tamasugan (Thailand) mit 6:3, 4:6, 8:6 besiegt.

Die Begegnung hatte am Freitagabend wegen Dunkelheit beim Stand von 5:5 im dritten Satz und 2:14 Stunden Spielzeit abgebrochen werden müssen.

Lisicki und Stosur hatten zuvor schon 5: 2 geführt. Nach insgesamt 2:32 Stunden verwandelte Lisicki dann mit einem Volley den Matchball.

Graf letzte deutsche Siegerin

Der bislang letzte deutsche Sieg im Damen-Doppel in Wimbledon war 1988 Steffi Graf gelungen.

Die siebenmalige Einzel-Siegerin gewann damals mit Gabriela Sabatini (Argentinen) gegen Larissa Sawtschenko/Natascha Zwerewa (Sowjetunion).

Im Jahr zuvor war Claudia Kohde-Kilsch (Saarbrücken) in der Seite von Helena Sukova (Tschechslowakei) erfolgreich gewesen.

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