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Der Namensgeber des Stadions Arthur Ashe gewann 1968 die US Open © getty

Der Hurrikan sorgt bei den Spielerinnen für ein mulmiges Gefühl. Der Start des letzten Grand Slams am Montag ist gefährdet.

New York - Selbst "Irene" kann Andrea Petkovic nicht das Fürchten lehren.

Zumindest noch nicht.

Mit dem gewohnt frechen Humor bereitete sich Deutschlands beste Tennisspielerin kurz vor Beginn der US Open auf die Ankunft des Hurrikans am Sonntag in New York vor.

"Leute, wenn ihr mich fragt, ich bin gerüstet. Lasst mich eure Survival Kits sehen", twitterte die an einem Meniskuseinriss laborierende Petkovic. (BERICHT: Stand-Tennis und Reha für die US Open)

Williams ist angst und bange

Der früheren Weltranglistenerste und Turniermitfavoritin Serena Williams ist indes beim Thema Nummer eins in den USA nicht zum Lachen zumute. "Okay, es ist offiziell. Ich fürchte mich. Oh man...", teilte die Lokalmatadorin mit.

Vor Jahren hatte Williams mit ihrer Abreise aus dem Big Apple gedroht - damals hatte sich ein vergleichsweise harmloser Wirbelsturm angekündigt. (BERICHT: Lisicki zittert nur vor "Irene" - nicht vor Venus)

Absagen von Events

Der für Montag geplante Start des letzten Grand-Slam-Turniers des Jahres ist stark gefährdet. Am Samstag wurde aus Sicherheitsgründen bereits der traditionelle "Kinder-Tag" in Flushing Meadows mit Hunderten von Teilnehmern und Showteilen abgesagt.

Der übertragende TV-Sender CBS plante, statt Live-Bildern das Beste der "Kids Days" der vergangenen Jahre zu zeigen.

Und auch das NFL-Vorbereitungsspiel zwischen den New Yorker Klubs Giants und Jets fiel dem Hurrikan zum Opfer. Es wurde auf Montagabend verschoben.

Zimmerparty bei Mattek-Sands

Am Sonntag wird die Anlage in Queens inklusive des größten Tennis-Stadions der Welt wohl einer Geisterstadt gleichen. Die Tore sollen geschlossen bleiben, selbst die Profis werden nicht trainieren können und sich die Zeit im Hotel vertreiben müssen.

Die Weltranglisten-35. Bethanie Mattek-Sands (USA) lud bereits zu einer "Zimmerparty" am Sonntag ein. "Irene" muss allerdings draußen bleiben.

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Obama wendet sich ans Volk

Die Stimmung ist trotz der coolen Sprüche äußerst angespannt: US-Präsident Barack Obama wandte sich in einer TV-Ansprache ans Volk. Und Bürgermeister Michael Bloomberg empfahl allen Bürgern und Besuchern von New York, ab Samstagabend die Häuser für 24 Stunden nicht zu verlassen.

Es wird mit Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h, starken Niederschlägen und Überflutungen gerechnet. "Wir hoffen das Beste, aber müssen mit dem Schlimmsten rechnen", sagte Bloomberg am Freitagabend, als bereits erste Evakuierungen angeordnet wurden.

New York im Retro-Style

Am Samstagnachmittag wird der öffentliche Nahverkehr erstmals in der Geschichte bis auf weiteres gestoppt. Die Brücken sollen geschlossen werden.

"Kein Elektro, keine Metro, ein bisschen retro, ahh perfekto", witzelte New Yorks Basketballstar Carmelo Anthony noch, doch die "New York Daily News" dramatisierte und titelte: "Das Ziel: New York."

Entscheidung am Sonntag

Meteorologen rechnen mit Auswirkungen, die sich über mehrere Tage erstrecken können. Ursprünglich sollten in Flushing Meadows ab Montag 11 Uhr Ortszeit (ab 17 Uhr im LIVE-TICKER und LIVESCORES) die Erstrunden-Partien starten.

Erst am Sonntagnachmittag will der US-Tennisverband Usta über eine mögliche Verschiebung des Turnierauftakts entscheiden.

Hamsterkäufe bei der Bevölkerung

Anastasia Rodionova (Australien) zeigte sich wie etliche ihrer Kolleginnen besorgt und berichtete von Hamsterkäufen: "Überall sehe ich in der Stadt Leute mit Taschen, die voller Lebensmittel sind. Sie machen mich nervös."

Erste Ladenbesitzer in Manhattan vernagelten ihre Schaufenster mit Brettern. 900 Nationalgardisten stehen zur Unterstützung der zivilen Einrichtungen bereit.

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