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Der Schweizer Roger Federer hat bisher 16 Grand-Slam-Turniere gewonnen © getty

Der Schweizer erledigt sein Auftaktmatch bei den US Open im Schnelldurchgang. Die Russin quält sich gegen eine 19-Jährige.

New York - Als neues Mitglied des 30er-Klubs hat Roger Federer bei den US Open (täglich, ab 17 Uhr im LIVE-TICKER) alte Stärke bewiesen:

Im gleißenden Rampenlicht von New York gab sich der Schweizer beim 6:4, 6:3, 6:2 in seinem Auftaktmatch gegen Santiago Giraldo (Kolumbien) keine Blöße.

"Nachtschwärmer" Federer wahrte seine weiße Weste bei den legendären Night Sessions und feierte im Flutlicht von Flushing Meadows seinen 17. Sieg seit 2003. Nur Lokalmatador Andy Roddick hat einen Erfolg mehr.

"Die Atmosphäre war super, der Empfang toll. Ich mag diese Abendspiele einfach. Es sind die Momente, für die du trainierst", sagte Grand-Slam-Rekordsieger Federer, der seine Spätschicht noch vor Mitternacht beendete.

"Ich bin noch hungrig"

Obwohl der letzte Triumph bei einem der vier großen Events bereits über anderthalb Jahre zurückliegt, fühlt sich Federer noch fit für weitere Großtaten.

Fast schon belustigt reagiert der Weltranglistendritte in diesen Tagen auf Skeptiker, die ihm aufgrund seines Alters keinen Coup mehr zutrauen.

"Es macht keinen Unterschied für mich, ob ich 30 bin, 29 oder 31. Ich gehe immer noch in jedes Turnier mit dem Ziel, es zu gewinnen. Ich bin noch hungrig. Nicht der Ausweis sagt dir, wie alt du bist, sondern dein Körper", erklärte Federer.

Gleichstand mit Agassi

Der letzte "Ü30"-Profi, der ein Grand-Slam-Turnier gewann, war vor acht Jahren Andre Agassi. Der Amerikaner siegte 2003 bei den Australian Open in Melbourne - damals war der Ehemann von Steffi Graf 32 Jahre und 272 Tage alt.

Mit dem Erfolg gegen Giraldo feierte Federer seinen 224. Sieg bei einem Grand Slam und teilt sich nun mit Agassi den zweiten Platz in der Rangliste der meisten Einzel-Siege bei den großen Vier Turnieren.

An der Spitze steht Jimmy Connors. Der heute 58-jährige Amerikaner gewann insgesamt 233 Matches.

Der topgesetzte Überflieger Novak Djokovic (Serbien) sowie Rafael Nadal aus Spanien und der Schotte Andy Murray bestreiten erst am Dienstag bzw. Mittwoch ihre Auftaktpartien.

Scharapowa nervenstark

Bei den Frauen konnte Mitfavoritin Maria Scharapowa ein frühes Schweitern gerade noch abwenden. Die an drei gesetzte US-Open-Siegerin von 2006 musste 2:34 Stunden kämpfen, ehe der 3:6, 7:5, 6:3-Sieg gegen die 19-jährige Britin Heather Watson geschafft war.

"Das war eines meiner härtesten Erstrundenmatches bei einem Grand Slam", sagte Cincinnati-Sieger Scharapowa.

Der bestbezahlten Sportlerin der Welt (rund 17,6 Millionen Euro pro Jahr) unterliefen im 23.771 Zuschauer fassenden Arthur-Ashe-Stadium 58 unerzwungene Fehler.

Die Russin stellte allerdings erneut ihre Nervenstärke unter Beweis. Sämtliche zwölf Dreisatzspiele hat Scharapowa in diesem Jahr gewonnen.

Venus siegt im "Abendkleid"

Die Tschechin Petra Kvitova schrieb derweil durch ihre Auftaktpleite gegen die Rumänin Alexandra Dulgheru (6:7, 3:6) Geschichte. Noch nie zuvor in der Open-Ära seit 1968 hatte eine amtierende Wimbledonsiegerin vor der dritten Runde von Flushing Meadows die Segel streichen müssen.

Für das optische Highlight sorgte am Tag eins nach Hurrikan "Irene" Lokalmatadorin Venus Williams.

Die 31-Jährige, die in New York 2000 und 2001 gewonnen hatte, präsentierte beim lockeren 6:4, 6:3 gegen Wesna Dolonz (Russland) ihr selbst entworfenes "Abendkleid": Ein schwarzes Teil mit weißem Spitzeneinlass auf der Rückseite und einem rosafarben ummantelten Reißverschluss.

Drei Japaner geben auf

Die zuletzt an einem Virus leidende Venus Williams könnte in der zweiten Runde auf Dallas-Siegerin Sabine Lisicki treffen, wenn die Fed-Cup-Spielerin am Dienstag gegen Aljona Bondarenko (Ukraine) die Oberhand behält.

Für ein Kuriosum sorgten am ersten Turniertag drei japanische Profis: Kei Nishikori, Misaki Doi und Ayumi Morita mussten allesamt ihre Auftaktmatches wegen Verletzungen aufgeben (BERICHT: "Irene" verschreckt US Open).

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