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Sabine Lisicki gewann in dieser Saison bereits die WTA-Events in Birmingham und Dallas © getty

Sabine Lisicki fertigt bei den US Open ihre Erstrundengegnerin schnell ab. Jetzt wartet ein Kracher. Petkovic beißt sich durch.

New York - Sabine Lisicki mit Rückenwind, Andrea Petkovic im Schongang.

Die deutschen Hoffnungsträgerinnen haben bei den US Open (täglich, ab 17 Uhr im LIVE-TICKER) ihre Auftakthürden locker übersprungen und stehen trotz schwieriger Vorzeichen in der zweiten Runde.

Dallas-Siegerin Lisicki legte nur 20 Stunden nach der wegen des Hurrikans "Irene" verspäteten Ankunft aus Texas eine Punktlandung in New York hin 447802(Diashow: Die Bilder der US Open 2011).

Ungeachtet des Reisestresses besiegte die 21-Jährige die Ukrainerin Aljona Bondarenko mit 6:3, 6:3 und trifft bereits am Mittwoch auf die frühere Weltranglistenerste Venus Williams (USA).

Petkovic beißt sich durch

Die an Position zehn gesetzte Petkovic trotzte ihrem Meniskuserinriss samt Schmerzen.

Auch mit angezogener Handbremse und einem Tapestreifen am rechten Knie wurde die Darmstädterin beim 6:2, 6:2 gegen die Qualifikantin Jekaterina Bytschkowa (Russland) ihrer Favoritenrolle gerecht.

In der nächsten Runde wartet auf "Petko", die noch um die Teilnahme am Masters der besten Acht Ende Oktober in Istanbul spielt, die Chinesin Jie Zheng oder Witalia Diatschenko (Russland) 445620(DIASHOW: Die Favoriten der US Open).

Mayer weiter

Im Windschatten der großen Zwei zogen am Dienstag auch Florian Mayer und Angelique Kerber in Runde zwei ein.

Der Bayreuther hatte beim 6:2, 6:0, 6:1 gegen Adrian Mannarino (Frankreich) genauso wenig Mühe wie die Kielerin beim 7:6 (7:3), 6:3 gegen Lauren Davis (USA).

Dagegen scheiterte der Stuttgarter Michael Berrer (4:6, 6:4, 3:6, 2:6 gegen Potito Starace/Italien) ebenso wie der Münchner Matthias Bachinger (6:2, 6:1, 1:6, 4:6, 4:6 gegen Igor Kunitsyn/Russland).

Von 13 im Hauptfeld gestarteten deutschen Profis hatten zunächst sechs ihre Auftaktprüfung gemeistert, fünf waren ausgeschieden.

Lisicki dominant

Lisicki präsentierte sich drei Tage nach ihrem Turniersieg in der Ölmetropole erneut in glänzender Verfassung - trotz der widrigen Bedingungen (Bericht: Haas und Görges weiter).

"Ich bin noch nie montags bei einem Grand-Slam-Turnier angekommen. Die Umstellung war dann auch groß, denn das Klima und die Bälle sind anders. Aber mein Selbstvertrauen ist nach dem Turniererfolg in Dallas natürlich groß", sagte Lisicki.

Es reicht zum "Petko-Dance"

Petkovic biss gegen Bytschkowa auf die Zähne, nachdem sie in der letzten Tagen noch über Schmerzen im Knie geklagt hatte. "Aber ich wollte unbedingt spielen", sagte die 23-Jährige.

Nach dem verwandelten Matchball reichte es sogar noch zum berühmten "Petko-Dance". Die Ärzte hatten ihr versichert, dass sich die Blessur durch die Belastung eines Matches nicht verschlimmern könne.

Die Verletzung hatte sich die Weltranglistenelfte vor zwei Wochen in Cincinnati zugezogen.

Jetzt wartet Venus

Im direkten Duell zwischen Lisicki und der früheren Weltranglistenersten Venus Williams steht es 1:1.

"Sabine hat gute Chancen, obwohl sie im Gegensatz zu Venus einen Tag weniger Regenerationszeit hat. Aber sie ist gut drauf", sagte Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner.

Erstmals in Runde drei?

Auf dem neu gebauten Platz 17 dominierte Lisicki die Ballwechsel von Anfang an und verwandelte nach 70 Minuten ihren zweiten Matchball.

Der 21-Jährigen unterliefen - trotz starker 29 direkter Punkte - allerdings auch 32 unerzwungene Fehler. Der "Big Apple" war bislang kein gutes Pflaster für Lisicki.

Noch nie ist die Dallas-Siegerin dort über die zweite Runde hinausgekommen. 2009 musste die Deutsche sogar im Rollstuhl vom Platz geschoben werden, nachdem sie umgeknickt war. Jetzt gilt sie sogar als Geheimfavoritin.

"Darüber denke ich aber nicht nach. Ich will nur Spaß auf dem Court haben", behauptete Lisicki.

"Ich war nervös"

Wegen der Auswirkungen des Hurrikans war Lisicki erst am Montag statt wie geplant am Sonntag in New York eingetroffen und hatte gleich am Nachmittag noch eine Trainingseinheit absolviert.

"Ich war schon nervös, denn es hieß erst, dass bis Dienstag oder Mittwoch keine Flieger nach New York gehen", berichtete die Wahl-Amerikanerin, die in diesem Jahr schon das Turnier in Birmingham gewonnen hatte.

Die Erfolge der letzten Monate schlagen sich längst auch in der Weltrangliste nieder. Seit Montag steht Lisicki als 18. erstmals in ihrer Karriere in den Top 20.

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