vergrößernverkleinern
Florian Mayer belegt derzeit den 23 Platz in der Weltrangliste © dpa

Das Duo gibt sich am 2. Tag der US Open keine Blöße. Mayer lässt einem Franzosen keine Chance, Barthel schafft ein Novum.

New York - Der gebeutelte Florian Mayer scheint langsam Frieden mit New York zu schließen, während Neuling Mona Barthel schon längst auf den Geschmack gekommen ist.

Für das deutsche Duo soll die Reise bei den US Open (täglich, ab 17 Uhr im LIVE-TICKER) jedenfalls noch lange nicht zu Ende sein.

"Ich habe eine gute Ausgangsposition und eine relativ angenehme Auslosung. Nach den schlechten Spielen in den vergangenen Wochen geht es auch um Frustbewältigung", sagte der an Position 26 gesetzte Mayer nach dem 6:2, 6:0, 6:1 im Erstrundenmatch gegen Adrian Mannarino (Frankreich).

Barthel mit Überraschung

Barthel überraschte bei ihrem erst dritten Grand-Slam-Turnier durch ein 6:3, 6:4 gegen die Weltranglisten-35. Maria Jose Martinez Sanchez (Spanien) 445620(DIASHOW: Die Favoriten der US Open).

Noch nie zuvor hatte die 21-Jährige aus Bad Segeberg eine derartig hoch eingestufte Kontrahentin geschlagen.

Inzwischen hat sich die Einser-Abiturientin schon ein bisschen an die große Bühne gewöhnt 447802(Diashow: Die Bilder der US Open 2011).

"Man kennt so langsam die Abläufe. Alles ist immer noch neu, aber ein bisschen angenehmer. Ich konnte schon besser mit der Nervosität umgehen als noch bei den French Open", erzählte Barthel.

Mayer zuversichtlich

Damit haben acht der 13 im Hauptfeld gestarteten deutschen Tennisprofis die zweite Runde erreicht - fünf Frauen und drei Männer (BERICHT: Haas und Görges weiter).

Davis-Cup-Spieler Mayer, der am Donnerstag in Runde zwei auf den Qualifikanten Jean-Rene Lisnard aus Monaco trifft, zeigte sich nach dem glatten Auftakterfolg erleichtert - zumal die USA bislang kein gutes Pflaster für die deutsche Nummer eins waren (BERICHT: Lisicki glänzt - "Petko" tanzt).

"In den letzten Jahren hatte ich hier immer eine Erkältung. Die Klimaanlagen liegen mir nicht. Ich hatte außerdem mit der Hitze und der Schwüle zu kämpfen. Diesmal scheint es besser zu gehen", sagte der 27-jährige Bayreuther, der in diesem Jahr bislang eine schwache Grand-Slam-Quote hat.

Bei allen drei Majors war der Mannschafts-Weltmeister nicht über die zweite Runde hinausgekommen.

Barthel traut sich einiges zu

Barthel hatte dagegen bereits bei ihrem Grand-Slam-Debüt bei den French Open im Mai für Furore gesorgt, als sie die weitaus höher eingestufte Österreicherin Sybille Bammer besiegte, dann aber gegen Anastasia Pawljutschenkowa (Russland) verlor.

Die Weltranglisten-99. rechnet sich auch im Match gegen die an Position 81 notierte Chanelle Scheepers (Südafrika) Chancen aus, zumal ihr die berüchtigte Hektik und der enorme Lärm auf der Anlage in Flushing Meadows nichts anhaben können.

"Bei den kleineren Turnieren laufen die Leute immer wild umher. Das bin ich also gewohnt", sagte Barthel.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel