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Sergej Bubka ist der Sohn des mehrmaligen Weltmeisters im Stabhochspringen Sergej Bubka © dpa Picture Alliance

Sergei Bubka Junior müht sich aus dem Schatten seines Vaters herauszutreten. Der Einzug in die zweite Runde ist erst der Anfang.

New York - Das weiße Basecap sitzt verkehrt herum auf dem Kopf, das gelbe Hemd flattert im Wind, nach seinem unerwarteten Sieg auf dem Außenplatz 10 ballt der junge Mann entschlossen die Faust.

Qualifikant Sergej Bubka steht im Mittelpunkt. Zumindest für einige Zeit.

Auf der Pressekonferenz nach seinem ersten gewonnenen Spiel bei einem Grand-Slam-Turnier ist der Junior dann mal wieder vor allem der Sohn des großen Sergej Bubka. Des erfolgreichsten Stabhochspringers der Leichtathletik-Geschichte und amtierenden Weltrekordlers (6,14 Meter).

"Er ist sehr glücklich"

Der berühmte Vater ist allgegenwärtig. Auch in diesen Tagen bei den US Open in New York (täglich, ab 17 Uhr im LIVE-TICKER). Obwohl er im fernen Asien weilt.

"Er hat mein Match per Live-Score am Computer verfolgt, er ist ja im Moment bei der Leichtathletik-WM in Südkorea", berichtet der 24-jährige Filius nach dem 6:3, 2:6, 6:3, 6:4 gegen Andreas Haider-Maurer (Österreich).

Und: "Er hat nicht geschlafen und ist sehr glücklich, dass mir der Durchbruch gelungen ist."

Schweres Erbe

Dass er mit anderen Augen gesehen wird als seine Kollegen, hat Sergej Bubka Junior schon früh gespürt 445620(DIASHOW: Die Favoriten der US Open).

Als 15-Jähriger verlor er sein erstes Juniorenmatch bei den Australian Open in Melbourne - und musste trotz Niederlage im größten Presseraum der Anlage antreten.

"Das war der Punkt, an dem ich realisiert habe, wie groß mein Vater als Sportler war", berichtet der Sohn voller Ehrfurcht. Aus dem Schatten des Vaters kann Sergej Bubka wohl nie heraustreten. Das weiß er.

Überwiegend bei Challenger-Turnieren

Derzeit wird der in Monte Carlo aufgewachsene und mit Kollegin Wiktoria Asarenka liierte Profi in der Weltrangliste auf Position 207 geführt.

Seine bislang beste Platzierung war vor zwei Jahren Rang 176. Meistens spielt Bubka zweitklassige Challenger-Turniere. Vor New York hatte er siebenmal erfolglos versucht, sich für das Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers zu qualifizieren.

Bubka, "der berühmte Tennisspieler"

Als Neunjähriger, daran erinnert sich Sergej Junior, habe er den Vater zum ersten Mal auf dem Court geschlagen 447802(Diashow: Die Bilder der US Open 2011).

"Er ist ein guter Athlet und bewegt sich gut", sagt der Tennisprofi über den Leichtathleten. Und es klingt, als schwinge Bewunderung für den Vater mit. Zumnindest bis zu einem gewissen Punkt.

"Ich hoffe", sagt der jüngere Sergej, "dass ich irgendwann einmal als Sergej Bubka, der berühmte Tennisspieler, in Erinnerung bleibe. Und nicht als Sohn des großen Stabhochspringers."

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