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Fit mit Agassi: In Melbourne will Tommy Haas wieder vorne angreifen © getty

Tommy Haas scheint gut gerüstet für die neue Saison. Die Vorbereitung mit einer amerikanischen Tennis-Legende macht ihm Mut.

Von Julian Ignatowitsch

München - Das Jahr 2008 hatte für Tommy Haas in sportlicher Hinsicht nur wenig Positives.

Geplagt von seinen Schulterverletzungen konnte er fast nie schmerzfrei an den Start gehen, musste viele Turniere absagen und konnte bei den großen Veranstaltungen nur selten seine maximale Leistung abrufen.

Symptomatisch sein letzter Auftritt bei den US Open, wo er gegen Gilles Muller schon in der zweiten Runde die Segel streichen musste.

Seitdem hat Haas nicht mehr gespielt und vier Monate verletzungsbedingt pausiert. Auch das Turnier in Doha in dieser Woche, an dem er eigentlich teilnehmen wollte, sagte der Deutsche ab.

Comeback bei den Australian Open

Dennoch will Haas sich 2009 noch einmal zurückmelden. "Ich habe mit der Schulter keine Probleme mehr. Es geht wieder bergauf und ich hoffe, dass ich angreifen kann", kündigt er in der "Bild am Sonntag" an.

Der Termin für sein Comeback steht auch schon fest: "Bei den Australian Open - einem meiner Lieblings-Turniere - werde ich an den Start gehen", verrät er.

Und er scheint gerüstet zu sein.

Fit mit Agassi

Denn die Winterpause hat Haas, der sich zudem gerade mit Freundin Sara Foster verlobt hat, zur Saisonvorbereitung mit einem der besten Tennisspieler aller Zeiten genutzt.

"Andre Agassi hatte mich nach Las Vegas eingeladen. Es war eine super Zeit und hat einen Höllenspaß gemacht. Zusammen mit Fitness-Coach Gil Reyes haben wir acht Wochen gearbeitet, es war sehr inspirierend", erzählt er.

Vom Training mit Agassi schwärmt er regelrecht: "Wie er jetzt noch spielt, ist unglaublich. Er hat mir Tipps gegeben, was ich noch verändern kann und hat mich wirklich motiviert."

Zwischen Traum und Realität

Einen besseren Lehrmeister hätte sich Haas eigentlich nicht suchen können: Im Verlauf seiner Karriere gewann Agassi acht Grand-Slam-Titel, dabei jedes Grand-Slam-Turnier mindestens einmal.

Für Haas blieb der Sieg bei einem der vier großen Turniere dagegen immer nur Wunschtraum.

Das Potenzial wurde ihm immer zugesprochen. Doch Verletzungen machten ihm allzu oft einen Strich durch die Rechnung.

30 Jahre - kein Alter

Dass es mit 30 Jahren aber noch nicht zu spät ist, dafür ist wiederum Agassi der lebende Beweis.

Seinen letzten großen Titel holte er im Alter von 32 Jahren.

"Er hat zu mir gesagt: 'Es gibt keinen Grund warum du nicht auch noch einiges erreichen kannst'", schildert Haas.

Drei Mal im Halbfinale

Seine besten Ergebnisse bei einem Grand-Slam-Turnier erzielte der Hamburger in der Vergangenheit stets "Down Under". Drei Mal stand er in Melbourne im Halbfinale.

Für dieses Jahr hat er sich erstmal nur vorgenommen, "die großen Spieler zu ärgern."

Vielleicht hat das Training mit Legende Agassi ja aber doch mehr bewirkt.

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