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Julia Görges aus Bad Oldesloe belegt derzeit Platz 106 der WTA-Weltrangliste © getty

Während die Männer in Melbourne lösbare Gegner erwischen, kämpfen drei deutsche Damen in Runde eins gegen Top-Favoritinnen.

Melbourne - Bei der Auslosung der Australian Open in Melbourne blieben den deutschen Männern zunächst überwiegend die ganz starken Gegner erspart, während die Frauen gegen einige Topstars der Szene antreten müssen.

Insgesamt 14 deutsche Spieler, je sieben bei Männern und Frauen, spuckte der Computer am Freitag bei der Auslosung zum Hauptfeld des ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres aus, das am Montag beginnt.

Weitere können am Samstag nach Abschluss der Qualifikation hinzukommen.

Deutsche gegen Ana Ivanovic und Venus

Die Kielerin Angelique Kerber muss in der ersten Runde gegen Venus Williams (USA) antreten. Kristina Barrois spielt gegen Olympiasiegerin Jelena Dementjewa (Russland) und damit ebenso gegen eine Mitfavoritin auf den Turniersieg wie Julia Görges, die gegen French-Open-Siegerin Ana Ivanovic (Serbien) aufschlägt.

Alle drei können sich so wenigstens auf einen Auftritt in einem der großen Stadien freuen.

Sabine Lisicki bekommt es mit Weltranglisten-30. Aleksandra Wozniak (Kanada) zu tun. Voraussichtlich einfacher haben es Tatjana Malek gegen die Japanerin Ayumi Morita sowie Anna-Lena Grönefeld und Andrea Petkovic, die beide gegen Qualifikantinnen spielen müssen.

Für Petkovic ist es das erste Match bei einem Grand-Slam-Turnier nach ihrem Kreuzbandriss vor einem Jahr an gleicher Stelle.

Haas-Comeback gegen Gaucho

Tommy Haas gibt nach einer rund fünfmonatigen Verletzungspause sein Comeback (Haas-Comeback nach fünf Monaten) gegen den Argentinier Eduardo Schwank, der als Sandplatzspezialist gilt. Danach kann es aber ganz dicke kommen: In der zweiten Runde wartet wahrscheinlich der Russe Dimitri Tursunow auf den Hamburger, danach droht der Weltranglisten-Erste Rafael Nadal.

Große Hoffnungen darf sich Haas da nicht machen, aber Hauptsache ist, dass er nach über fünf Monaten Pause überhaupt wieder gegen den Ball schlagen kann.

Rainer Schüttler geht nach seiner schmerzhaften Handgelenkverletzung (Tennisstars gehen am Stock) fest von seinem Start bei den Australian Open in Melbourne aus.

Schüttler kann starten

Der Korbacher absolvierte am Freitag ein einstündiges Training und blickte anschließend voller Zuversicht in die Zukunft.

"Mir geht es viel besser, ich bin sehr zufrieden und optimistisch", sagte der 32-Jährige anschließend, "ich konnte erstmals wieder Rückhand trainieren."

Als 31. der Weltrangliste ist der Korbacher zur Zeit bester deutscher Tennisprofi, ihm wurde für das Erstrundenmatch beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres ein Qualifikant zugelost.

Schüttler musste vor einer Woche wegen einer schmerzhaften Handgelenkverletzung das Halbfinale beim Turnier in Chennai absagen und konnte anschließend auch nicht in Sydney starten. Grund für die Beschwerden im linken Handgelenk war ein sogenanntes Gangliom, das am Mittwoch punktiert wurde.

Kohlschreiber und Kiefer unklar

Unklar ist noch der Einsatz von Philipp Kohlschreiber, der beim Turnier im neuseeländischen Auckland eine Schulterverletzung erlitt und erst am Samstag in Melbourne erwartet wird. Der Augsburger (Nächste Hiobsbotschaft: Auch Kohlschreiber verletzt) ginge als Favorit in die Partie gegen den Amerikaner Sam Querrey.

Dass Nicolas Kiefer nach seinem doppelten Bänderriss im Sprunggelenk rechtzeitig fit wird, ist unwahrscheinlich. Der 31-Jährige will am Samstag über eine Absage entscheiden.

Kiefer wurde der Argentinier Guillermo Canas zugelost.

Zverev und Gremelmayr Außenseiter

Philipp Petzschner bekommt es mit Brian Dabul (USA) zu tun. Das dritte deutsch-argentinische Treffen ist die Partie zwischen Mischa Zverev und Masters-Cup-Teilnehmer Juan Martin Del Potro, in der der Hamburger gegen den Aufsteiger des Vorjahres aber klarer Außenseiter ist.

Auch Denis Gremelmayr hat von der Papierform her gegen David Ferrer (Spanien) nur geringe Chancen.

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