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Philipp Kohlschreiber kam bei den Australian Open nie über das Achtelfinale hinaus © getty

Philipp Kohlschreiber gelingt der Start in die Australian Open. Für sieben deutsche Profis ist die erste Runde schon die letzte.

Melbourne - Philipp Kohlschreibers Schulterschutzprogramm hat sich ausgezahlt.

In der letzten Woche machte der Augsburger den deutschen Tennisfans noch Sorgen, als er wegen einer Schulterverletzung seine Teilnahme am Viertelfinale von Auckland absagte.

Zum Auftakt der Australian Open in Melbourne aber zeigte sich der 25-Jährige vollständig genesen und zog nach einem überzeugenden 7:6 (8:6), 6:3, 6:2-Erfolg über den Amerikaner Sam Querrey in die zweite Runde ein (Di., ab 8.30 Uhr LIVE ).

Deutsches Trio

Damit hat immerhin ein deutsches Trio den ersten Tag beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres überstanden (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan ). Vor "Kohli" waren bereits Qualifikant Florian Mayer und Andrea Petkovic weitergekommen. ad

Der Bayreuther setzte sich problemlos 6:2, 6:1, 6:2 gegen Lamine Ouahab aus Algerien durch. Petkovic führte im deutschen Duell mit Kathrin Wörle aus Ravensburg 5:7, 7:6 (7:0), 4: 0, als ihre Kontrahentin wegen Verletzung aufgab.

Sechs weitere deutsche Spieler blieben jedoch auf der Strecke.

"Alles richtig gemacht"

Weitere zehn, darunter Tommy Haas, Rainer Schüttler, Anna-Lena Grönefeld und Sabine Lisicki, greifen erst am Dienstag ins Geschehen ein. Mit insgesamt 20 Spielern in den Hauptfeldern stellte Deutschland in Melbourne das viertgrößte Kontingent nach Spanien, Frankreich und Russland.

"Ich habe mit meiner Absage in Auckland alles richtig gemacht", sagte Kohlschreiber, "vor einem Grand Slam muss man auf sich hören, es gibt nur vier im Jahr."

Noch in der neuseeländischen Hafenstadt hatte er sich in den Kernspin gelegt, die Bilder werteten seine Physios in Melbourne aus und stellten die Behandlung darauf ab. "Sie haben sehr gute Arbeit geleistet", lobte Kohlschreiber, "ich habe keinerlei Beschwerden mehr."

Gegen Santoro

Der Augsburger hat nun in der nächsten Runde gegen den französischen Veteran Fabrice Santoro eine lösbare, aber komplizierte Aufgabe vor sich.

Im bislang einzigen Vergleich mit dem 36 Jahre alten Schnibbelkönig, der sein insgesamt 66. Grand-Slam-Turnier seit den French Open 1989 spielt, verlor er vor zwei Jahren.

"Er ist wirklich schwer zu spielen", weiß der zur Zeit zweitbeste deutsche Tennisprofi, "vielleicht ist es ein Vorteil, dass es über drei Gewinnsätze geht und ich am Ende die bessere Kondition habe."

Görges tapfer gegen Ivanovic

Enttäuschend war das Aus von Kohlschreibers Davis-Cup-Doppelpartner Philipp Petzschner, der dem Argentinier Brian Dabul 1:6, 2:6, 4:6 unterlag.

Julia Schruff zog gegen die Österreicherin Patricia Mayr mit 4:6, 1:6 den Kürzeren.

Die 20-jährige Julia Görges hielt bei ihrer 5:7, 3:6-Niederlage gegen French-Open-Siegerin Ana Ivanovic (Serbien) sehr gut mit.

Denis Gremelmayr unterlag erst nach 3:59 Stunden dem Spanier David Ferrer mit 1:6, 7:6 (8:6), 1:6, 7:6 (7:4), 4:6. Mischa Zverev (Hamburg) war gegen Juan Martin Del Potro beim 3:6, 4:6, 2:6 insgesamt chancenlos.

Mayer gegen del Potro

Der Weltranglisten-Sechste aus Argentinien ist am Mittwoch nächster Gegner von Florian Mayer, der sich einiges vorgenommen hat: "Ich bin noch nicht zufrieden, ich will ihn richtig fordern."

Mayer hat nach einer halbjährigen Auszeit wieder den Spaß am Tennis entdeckt. "Ich war Anfang letzten Jahres richtig ausgebrannt, hatte keine Lust mehr", gab der Bayreuther zu.

Jetzt fühlt er sich wieder bereit für den Tenniszirkus: "Ich habe gelernt, dass Talent allein nicht reicht, ich bin jetzt topfit."

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