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Showdown: Serena Williams (l.) und Agnieszka Radwanska treffen im Finale aufeinander © getty

Die wuchtigen Aufschlägen sind Serena Williams' mächtigste Waffe Wimbledon-Finale. Radwanska kann sich zur Nummer 1 krönen.

Von Katharina Blum

London - Am Donnerstag war in Wimbledon wieder einmal Tag der Wuchtbrumme.

24 Asse schlug Serena Williams im Halbfinale gegen die Weißrussin Viktoria Asarenka. Wieder mal so ein Rekordwert in Wimbledon, den sich die Weltranglistensechste aus den USA im beim wichtigsten Tennisturnier der Welt im All England Club geschnappt hat.

"Es gibt keine Frau, die so aufschlägt wie Serena", sagte Asarenka nach der Lehrstunde, in der sie mit 3:6, 6:7 unterlag (DATENCENTER: Ergebnisse).

18. Grand-Slam-Finale

Am Samstag (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) bestreitet Serena Williams in London gegen die Weltranglistendritte Agnieszka Radwanska aus Polen zum 18. Mal das Finale eines Grand-Slam-Turniers - und die Aufschläge werden wohl wieder ihre größte Waffe sein.

In den vorangegangenen sechs Partien hatte Williams 85 Asse serviert - mehr als doppelt so viele wie die Nummer zwei dieser Statistik, Sabine Lisicki.

Die wuchtigen Aufschläge bescherten der Amerikanerin bereits 13 Grand-Slam-Titel, vier davon holte sie in London.

Nach ihrer einjährigen Pause wegen einer Fußverletzung und dem Comeback kurz vor Wimbledon 2011 sucht Williams aber noch immer nach ihrer Form. In diesem Jahr musste sie bereits ein Erstrunden-Aus bei den French Open verdauen, auch in Australien war Williams unerwartet früh gescheitert. Turniersiege feierte die Weltranglistensechste in Charleston und Madrid.

Erste Polin seit 73 Jahren

Radwanska steht dagegen erstmals in einem Endspiel bei einem Grand-Slam-Turnier. Und sie ist auch erst die zweite polnische Grand-Slam-Finalistin nach Jadwiga Jedrzejowska, die 1937 drei Finals erreicht hatte und es zwei Jahre später noch einmal bei den French Open im Finale aufschlug.

Die Final-Konkurrentin nennt Radwanska zwar "eine tolle Spielerin", doch Williams wuchtige 200kmh-Aufschläge wird die zierliche Polin (1,72 m, 56 Kilogramm) wohl nur schwer retournieren können (581314DIASHOW: Wimbledon - 2. Woche).

"Ein Traum für mich wahr"

Und trotzdem sagt Radwanska: "Da wird ein Traum für mich wahr. Ich spiele seit fast 18 Jahren Tennis. Und natürlich träumt man davon, einmal in einem Grand-Slam-Finale zu stehen."

Weitere Motivation: Sollte die 23-jährige Polin ihr erstes Grand-Slam-Turnier gewinnen, wird sie die Nummer eins der Welt.

Pressekonferenz abgesagt

Die Weltranglistendritte hatte die für Freitag angesetzte Pressekonferenz wegen einer Atemwegserkrankung abgesagt. Bereits nach ihrem 6:3, 6:4-Halbfinalsieg gegen die Kielerin Angelique Kerber hatte sie über Atemprobleme geklagt und stark gehustet.

Sie könne kaum sprechen, erklärte die WTA. Radwanska war wegen gesundheitlicher Probleme schon am Mittwoch im Doppel nicht angetreten.

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