FedEx marschiert in die zweite Runde
New York - Die beiden topgesetzten Roger Federer und Wiktoria Asarenka haben ohne große Mühe die zweite Runde der mit 25,5 Millionen Dollar dotierten US Open in New York (täglich im LIVE-TICKER) erreicht.
Grand-Slam-Rekordsieger Federer aus der Schweiz setzte sich in der Night Session mit 6:3, 6:2, 6:4 gegen Lokalmatador Donald Young durch und kann weiter von seinem sechsten Rekordtitel in Flushing Meadows träumen.
In der nächsten Runde wartet auf Wimbledonsieger Federer der Darmstädter Björn Phau. Der 32-Jährige gewann sein Auftaktmatch gegen den ebenfalls ungesetzten Maxime Authom aus Belgien mit 6:2, 4:6, 6:4, 7:6 (7:5).
Murray souverän weiter
Auch Andy Murray hat souverän die zweite Runde erreicht. Gegen den Russen Alex Bogomolov Jr. kam der Olympiasieger zu einem zu keinem Zeitpunkt gefährdeten 6:2, 6:4 und 6:1-Erfolg. Der an Nummer drei gesetzte Schotte benötigte lediglich etwas mehr als zwei Stunden.
In der zweiten Runde wartet in Flushing Meadows der Sieger der Partie zwischen Ivan Dodig (Kroatien) und dem Japaner Hiroki Moriya (DIASHOW: Die erste Woche der US Open).
Bei den Damen entledigte sich Australian-Open-Siegerin Asarenka aus Weißrussland ihrer Pflichtaufgabe beim 6:0, 6:1 gegen die Russin Alexandra Panowa souverän. Asarenka muss beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres allerdings um ihre Weltranglisten-Führung bangen.
Die an Position zwei gesetzte Agnieszka Radwanska aus Polen und die russische French-Open-Siegerin Maria Scharapowa können sie theoretisch vom Platz an der Sonne verdrängen.
Stosur ohne Probleme
Samantha Stosur (Australien) indes hat ihre Mission Titelverteidigung mit einem 6:1, 6:1 gegen Petra Martic (Kroatien) schon begonnen. Dabei hatte die schlagstarke Australierin keine Mühe.
Bereits am ersten Tag war auch wieder die alljährliche Dach-Diskussion entfacht. Nur wenige Stunden nach Beginn der Auftaktmatches mussten die Spiele wegen heftiger Regenfälle unterbrochen werden.
Schon seit Jahren stehen die Turnierverantwortlichen heftig in der Kritik, da das mit einer Kapazität von 23.733 Zuschauern größte Tennisstadion der Welt kein Dach besitzt.
"Jetzt geht das schon wieder los"
In den vergangenen vier Jahren musste das Männer-Finale wegen der wetterbedingten Verschiebungen ("Washouts") und der fehlenden Überdachung jeweils am Montag statt wie vorgesehen am Sonntag ausgetragen werden.
"Jetzt geht das schon wieder los. Ich bin auch nicht optimistisch, dass wir hier bald ein Dach haben werden", sagte Ikone John McEnroe ( DATENCENTER: Alle Ergebnisse der US Open).
Während es bei den Australian Open und in Wimbledon inzwischen Dachkonstruktionen gibt und die French Open bald aufrüsten, tut sich im Big Apple nichts.
Dach zu teuer
Der US-amerikanische Verband (USTA) plant zwar, das Gelände für rund 500 Millionen Dollar umzubauen - eine Abdeckung des Arthur-Ashe-Stadiums ist aber aus Kostengründen weiterhin nicht vorgesehen.
Vielmehr wird es einen neuen Grandstand geben, der im Südwesten der Anlage entstehen soll. Zudem ist vorgesehen, das Louis-Armstrong-Stadium um 5000 auf insgesamt 15.000 Plätze zu erweitern. Alles soll bis 2018 fertiggestellt sein.
McEnroe gibt keine Ruhe
Alleiniger Grand-Slam-Rekordhalter
5. Juli 2009: Roger Federer gewinnt gegen Andy Roddick im hochdramatischen Finale von Wimbledon seinen 15. Grand-Slam-Titel und überflügelt damit Pete Sampras. Am 31. Januar 2010 holt er bei den Australian Open Titel Nummer 16, in Wimbledon 2012 folgte Triumph Nummer 17.
Doch Profis und Zuschauer kommen sich beim letzten Major-Turnier des Jahres langsam vor wie im Film "Und täglich grüßt das Murmeltier" vor.
"Die entscheidenden Leute hier wollten unbedingt das größte Stadion bauen, aber für denselben Preis hätten sie eine etwas kleinere Arena und ein Dach haben können", moserte der viermalige US-Open-Gewinner McEnroe jedes Jahr aufs Neue.
Insgesamt 15. Mal musste das Turnier seit 1935 in die Verlängerung gehen.