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Angelique Kerber belegt derzeit Rang sechs der WTA-Weltrangliste © getty

Für Angelique Kerber ist im Achtelfinale der US Open Endstation. Gegen Errani verliert sie ein Weltklasse-Match in zwei Sätzen.

New York - Die Revanche für Paris verpasst und in New York ausgeschieden: Trotz einer Energieleistung hat Angelique Kerber den Einzug ins Viertelfinale der US Open am amerikanischen Tag der Arbeit nicht geschafft.

Die 24-jährige Kielerin unterlag in einem teilweise hochklassigen Match Sara Errani in 1:55 Stunden mit 6:7 (5:7), 3:6 und konnte sich gegen die Italienerin nicht für die Viertelfinale-Niederlage bei den French Open im Juni revanchieren.

"Sie hat unmenschlich gespielt. Ich habe versucht, aggressiv zu sein, aber Sara war die Bessere", sagte Kerber.

Damit platzte für Kerber auch der Traum vom ersten Grand-Slam-Coup an der Stätte ihrer sportlichen Geburt. Vor einem Jahr war die Fed-Cup-Spielerin sensationell ins Halbfinale von Flushing Meadows eingezogen.

Errani nutzt ihre Chancen

Der erste Satz der hochspannenden und kräftezehrenden Partie im Louis-Armstrong-Stadium dauerte allein 71 Minuten.

Die an Position sechs gesetzte Wimbledon-Halbfinalistin Kerber und die Weltranglistenzehnte Errani lieferten sich einige spektakuläre Ballwechsel und agierten variabel.

Die Deutsche aber konnte im ersten Satz Führungen von 5:4 und 6:5 nicht zu ihren Gunsten nutzen, obwohl sie im Auftaktdurchgang insgesamt einen Punkt mehr machte als die Italienerin (53:52).

Mit ihrem vierten Doppelfehler beendete Kerber, gegen die zuvor zwei Fußfehlerentscheidungen verhängt worden waren, Satz eins (608103DIASHOW: Die Bilder der zweiten Woche).

In der Folge erwies sich French-Open-Finalistin Errani als solidere Spielerin. Die zähe Italienerin ließ Kerber viel laufen und nutzte ihre Chancen gnadenlos aus.

Auf und Ab im zweiten Satz

Bei "Angie", die in dieser Saison bislang so viele Spiele wie keine andere gewonnen hat (56), schwanden mehr und mehr die Kräfte.

Obwohl sie einen 0:3-Rückstand noch einmal egalisieren konnte, halfen letztlich auch die Anfeuerungen von Trainer Torben Beltz und Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner aus der Box nichts mehr.

Damit ist Philipp Kohlschreiber, der sich in der Nacht zum Montag mit 6:4, 3:6, 4:6, 6:3, 6:4 gegen Publikumsliebling John Isner (USA/Nr. 9) durchgesetzt hatte, der einzig verbliebende Deutsche im Turnier (DATENCENTER: Alle Ergebnisse der US Open).

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