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Maria Scharapowa ist aktuell Dritte der Weltrangliste © getty

Die Russin dreht nach einer Regenpause die Partie. Der "Joker" braucht nur 97 Minuten. Roddick verlängert seine Abschiedstour.

New York - French-Open-Siegerin Maria Scharapowa hat ihr Kämpferherz gezeigt und ist nach einer Zitterpartie ins Viertelfinale der US Open (täglich im LIVE-TICKER) eingezogen.

Die an Position drei gesetzte Russin besiegte ihre Landsfrau Nadia Petrowa in der Night Session in 2:14 Stunden mit 6:1, 4:6, 6:4.

Im letzten Satz lag Scharapowa bereits mit 0:2 zurück, ehe die Partie wegen Regens für 73 Minuten unterbrochen werden musste. Danach feuerte sie sich immer wieder an und nahm Petrowa den Aufschlag zur eigenen 4:3-Führung ab. Es war Scharapowas elfter Sieg im elften Dreisatzspiel in diesem Jahr.

Bartoli schaltet Kvitova aus

Die 25-Jährige trifft in der Runde der letzte Acht auf Marion Bartoli. Die Weltranglistenelfte aus Frankreich schaltete im Achtelfinale überraschend die einstige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova (Tschechien/Nr. 5) mit 1:6, 6:2, 6:0 aus.

Auch Titelverteidigerin Samantha Stosur hatte mehr Schwierigkeiten als erwartet. Die an Position sieben gesetzte Australierin konnte beim 6:4, 6:4 gegen den britischen Teenie Laura Robson erst ihren neunten Matchball nutzen.

Nächste Gegnerin der 28-jährigen Stosur ist die topgesetzte Viktoria Asarenka. Die Australian-Open-Siegerin aus Weißrussland gab sich beim 6:2, 6:2 gegen Anna Tatischwili (Georgien) keine Blöße.

Djokovic im Eiltempo

Titelverteidiger Novak Djokovic eilt in New York derweil weiter von Runde zu Runde:

Der an Position zwei gesetzte Serbe benötigte nur 97 Minuten für den Achtelfinaleinzug und präsentiert sich in Flushing Meadows weiter in bestechender Form.

Dem Australian-Open-Sieger Djokovic gelangen beim 6:3, 6:2, 6:2 gegen den Franzosen Julien Benneteau 41 direkte Gewinnschläge (13 Asse), dagegen unterliefen ihm nur 12 leichte Fehler (unforced errors).

Damit hat Djokovic in den bisherigen drei Matches gerade einmal 14 Spiele abgegeben (605470DIASHOW: Die erste Woche der US Open).

Federer peilt Bestmarke an

Auch der topgesetzte Roger Federer hat bislang noch keinen Satz verloren.

Der Grand-Slam-Rekordsieger aus der Schweiz war am Tag zuvor durch ein 6:3, 6:4, 6:4 gegen Fernando Verdasco (Spanien/Nr. 25) ins Achtelfinale eingezogen.

Der 31-jährige Federer könnte in Abwesenheit des verletzten Rafael Nadal (Knieblessur) mit seinem sechsten Titelgewinn in Flushing Meadows eine weitere Bestmarke setzen. Die beiden Amerikaner Pete Sampras und Jimmy Connors hatten das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres wie Federer fünfmal gewonnen.

Eine Million obendrauf?

Der 25-jährige Djokovic ist mit seinem Sieg am Sonntag auch dem 2,9-Millionen-Dollar-Jackpot einen Schritt näher gekommen.

Weil er die US-Open-Series im Vorfeld des letzten Grand-Slam-Turniers des Jahres gewonnen hat, könnte Djokovic zusätzlich zur Flushing-Meadows-Siegprämie (1,9 Millionen Dollar) einen Bonus von einer Million Dollar kassieren.

Langschläfer Djokovic zufrieden

In der Runde der letzten 16 spielt der Davis-Cup-Sieger von 2010 gegen Stanislas Wawrinka (Schweiz) (DATENCENTER: Alle Ergebnisse der US Open).

Dabei war die frühe Anfangszeit von 11.00 Uhr gar nicht nach dem Geschmack von Djokovic.

"Ich mag es eigentlich nicht so sehr, das erste Match zu spielen. Aber ich war trotzdem konzentriert und habe eine gute Leistung gezeigt", sagte "Nole".

Roddick von Gefühlen überwältigt

Lokalmatador Andy Roddick hat seine Abschiedstour bei den US Open verlängert. Der Weltranglisten-22. aus den USA zog durch ein 7:5, 7:6 (7:1), 4:6, 6:4 gegen Fabio Fognini (Italien) ins Achtelfinale von Flushing Meadows ein.

Am vergangenen Donnerstag hatte Roddick an seinem 30. Geburtstag verkündet, dass er die Karriere nach dem letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres beenden wird.

Sein Drittrundenmatch im größten Tennisstadion der Welt wurde am "Labour-Day"-Wochenende zum Triumphzug.

"Ich bin sehr dankbar für diese Unterstützung. Die letzten Tage waren verrückt. Ich musste meine Gefühle erst einmal in den Griff bekommen, alles ist so speziell", sagte Roddick, der in der Runde der letzten 16 am Dienstag auf den früheren Turniersieger Juan Martin del Potro (Argentinien/Nr. 7) trifft.

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