vergrößernverkleinern
Andy Roddick führte 2003 die ATP-Rangliste an © getty

Der "Haudegen" ist zurück. Andy Roddick will sechs Jahre nach seinem New Yorker Grand-Slam-Titel in Melbourne noch mal nachlegen.

Melbourne - Da ist er wieder. Ein altvertrautes Gesicht, das sich in den letzten beiden Jahren etwas rar gemacht hat.

Den die "jungen Wilden" um die 20, 21 haben alt aussehen lassen, fast wie einen Spieler aus einer anderen Zeit.

Andy Roddick, der war doch mal Weltranglisten-Erster, damals 2003. Das Jahr, als er sein einziges Grand-Slam-Finale gewonnen hat, in New York.

Vor zwei Jahren stand er in Melbourne bei den Australian Open letztmals im Halbfinale eines Major-Turniers. Bis jetzt.ad

Federer freut sich auf Roddick

Donnerstag (ab 9.30 MEZ LIVESCORES) ist es mal wieder soweit. Roddick spielt um den Einzug in ein großes Endspiel. 26 Jahre alt, erst. Sein Gegner ist Roger Federer, der große Kontrahent der Prä-Nadal-Ära.

"Ich freue mich total, dass Andy es geschafft hat, ich freue mich darauf, gegen ihn zu spielen", sagte der Schweizer: "Er ist einer aus meiner Generation, der es geschafft hat, immer oben zu bleiben."

Der "Alte" greift noch mal an

Sein Aufschlag ist noch genauso präzise und "tödlich" wie immer, aber der Spieler Roddick sieht anders aus. Er ist so schlank und rank wie ewig nicht, sieben Kilo hat er abgenommen.

Der "alte" Roddick greift noch einmal an. Im Dezember verpflichtete er Coach Larry Stefanki, der unter anderem vor zwei Jahren Fernando Gonzalez in Melbourne bis ins Endspiel geführt hatte. "Dass ich fitter bin, verdanke ich Larry", erklärt Roddick: "Wir mögen beide nicht nur rumsitzen und uns langweilen."

Sieben Jahre in den Top Ten

Auf Platz neun der Weltrangliste ist der Amerikaner abgerutscht. Einerseits, andererseits steht er seit sieben Jahren unter den Top Ten. "Natürlich ist meine Motivation, dass ich noch einmal ein Grand-Slam-Turnier gewinnen will", sagt Roddick.

Die Verpflichtung von Stefanki gehört dazu: "Es ist gut gelaufen in diesen zwei Monaten, die guten Ergebnisse sind kein Zufall."

Roddick: "Federer verdient mehr Respekt

"

17-mal haben sich Federer und Roddick gegenübergestanden, 15-mal gewann der Eidgenosse. Kein Spieler konnte Roddick öfter bezwingen. Sie schätzen sich, der gegenseitige Respekt ist unendlich.

So wirft sich auch Roddick eindeutig für Federer in die Bresche, nachdem der im vergangenen Jahr "nur" die US Open gewinnen konnte. "Er hat letztes Jahr in zwei Finals gespielt, in einem Halbfinale und hat in New York gewonnen - und Leute sagen, er sei nicht in Form", sagt Roddick: "Er verdient viel mehr Respekt."

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel