vergrößernverkleinern
Annika Beck gelang 2012 zum ersten Mal der Einzug ins Wimbledon-Hauptfeld © getty

Die Qualifikantin unterliegt nach einer starken Leistung der Ex-Weltranglistenersten. Kohlschreiber kommt kampflos weiter.

Paris - Philipp Kohlschreiber kampflos weiter, Annika Beck respektlos ausgeschieden:

Während der Weltranglisten-19. aus Augsburg in der zweiten Runde der French Open (täglich im LIVE-TICKER) von der Absage seines Gegners Lu Yen-Hsun (Taiwan) profitierte, scheiterte Beck an einer der höchsten Hürden beim wichtigsten Sandplatzturnier der Saison.

Die Juniorensiegerin des vergangenen Jahres brachte die Weltranglistendritte Wiktoria Asarenka bei Nieselregen jedoch gehörig in Bedrängnis und verlor nach einer couragierten Vorstellung unter dem Applaus der Zuschauer auf dem Court Suzanne Lenglen 4:6, 3:6. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse der French Open 2013)

Haas-Match verschoben

Tommy Haas (Nr. 12) musste seine Matchvorbereitung dagegen frühzeitig abbrechen. Nach zahlreichen Regenunterbrechungen im Laufe des Tages wurde seine Zweitrunden-Begegnung mit dem 20-jährigen Amerikaner Jack Sock auf Freitag verschoben. (SERVICE: Die ATP-Weltrangliste)

Bereits am Tag zuvor hatten Angelique Kerber (Nr. 8), Sabine Lisicki (Nr. 32) und Qualifikantin Dinah Pfizenmaier den Sprung unter die besten 32 geschafft. Ursprünglich waren 17 Deutsche bei den French Open gestartet.

"Kohli" mit gemischtes Gefühlen

Nach 2009 und 2010 steht die deutsche Nummer zwei Kohlschreiber erneut in der dritten Runde, rundum glücklich mit seinem Freilos war der 29-Jährige jedoch nicht.

"Sicherlich kann ich Kraft sparen, aber jetzt habe ich gestern, heute und morgen Pause. Das ist auch ungewohnt für mich", sagte Kohlschreiber, der nun auf den Rumänen Victor Hanescu (ATP-Ranking 54) trifft: "Er hat viel Potenzial, eigentlich müsste er höher in der Rangliste stehen."

Dennoch sieht sich Kohlschreiber als Favorit und sprach von "einer machbaren Aufgabe". Sein Ziel als Nummer 16 der Setzliste ist das Achtelfinale, das er 2010 bislang zum einzigen Mal erreicht hatte. Dort könnte der Weltranglistenerste Novak Djokovic (Serbien) warten.

"Das ist eine große Chance"

"Das ist eine große Chance, aber man darf sich nicht verrückt machen. Jedes Match muss erst einmal gespielt werden."

Das wusste auch Annika Beck, die gegen die Australian-Open-Siegerin Asarenka als krasse Außenseiterin ins Spiel gegangen war. 0:5 lag die 19-Jährige aus Bonn gegen die Weißrussin im ersten Satz zurück, ehe ihr der erste Spielgewinn gelang.

Nach einer kurzen Regenpause hatte Beck den Respekt endgültig abgelegt, holte auf 4:5 auf und hatte Breakbälle zum Ausgleich. Asarenka stöhnte so laut wie in einem Grand-Slam-Finale und feierte den Satzgewinn mit einem lauten "come on".

Beck hält dagegen

Auch in Durchgang zwei hielt Beck, die nach wenigen Monaten auf der WTA-Tour bereits auf Platz 62 der Weltrangliste steht, frech dagegen, muss aber dennoch die Heimreise antreten.

"Das war tatsächlich couragiert", lobte Bundestrainerin Barbara Rittner eine ihrer jüngsten Schützlinge: "Sie hat das erste Mal auf so einem großen Platz gegen eine der Top drei gespielt. Annika ist mit ihren 19 Jahren auf einem super Weg. Wir werden noch viel Freude an ihr haben."

Damit ist Beck allerdings in bester Gesellschaft. Auch die an Position sechs gesetzte Li Na, die in Paris vor zwei Jahren als erste Chinesin triumphiert hatte, schied aus. Die Australian-Open-Finalistin unterlag Bethanie Mattek-Sands (USA) 7:5, 3:6, 2:6.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel