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Maria Scharapowa hat alle vier Grand Slams bereits je einmal gewonnen © getty

Mitfavoritin Scharapowa muss sich in Wimbledon einer Qualifikantin geschlagen geben. Azarenka tritt verletzungsbedingt nicht an.

London - Maria Scharapowa rutschte auf dem Heiligen Rasen aus.

Die langen Beine von sich gestreckt, rappelte sich die russische Tennis-Queen wieder auf und fiel erneut.

Insgesamt dreimal lag die Weltranglistendritte auf dem rutschigen Grün und verlor schließlich angeschlagen und entnervt 3:6, 4:6 gegen die Qualifikantin Michelle Larcher de Brito (Portugal).

Immerhin konnte Scharapowa ihr Match zu Ende spielen, auch wenn sie angeschlagen war.

Gleich sieben Spieler gaben am dritten Turniertag von Wimbledon (täglich im LIVE-TICKER) dagegen auf. Das ist ein trauriger Rekord in der Open Era der Grand Slams (seit 1968).

Kritik von Asarenka

Die prominentesten Opfer waren Wiktoria Asarenka, Jo-Wilfried Tsonga, Nadal-Bezwinger Steve Darcis und Marin Cilic.

Die Weltranglistendritte Asarenka war bereits in der ersten Runde ausgerutscht, hatte sich das Knie verdreht, doch bis zum Ende durchgehalten. Ihr Zweitrunden-Match gegen Flavia Pennetta musste sie nun absagen.

"Der Platz war an diesem Tag in keinem guten Zustand", kritisierte Asarenka: "Meine Gegnerin ist zweimal gefallen, ich einmal schlimm. Etliche andere Spieler sind nachher auch ausgerutscht."

Scharapowa oft wie nie gefallen

Scharapowa wollte die aufkommende Kritik an den Courts nicht bekräftigen, sagte allerdings auch: "Ich glaube nicht, dass ich in meiner Karriere schon so oft gefallen bin. Das ist aber ein Teil des Geschäfts, mit dem wir umgehen müssen."

An den Plätzen hat sich seit dem vergangenen Jahr nichts geändert, Rutschgefahr ist allerdings an den ersten Tagen - besonders am Rand - stets vorhanden.

Knieverletzung bei Tsonga

Mit seifigem Rasen hatte die Verletzung von Jo-Wilfried Tsonga nichts zu tun.

Der Weltranglistensiebte gab gegen Ernests Gulbis (Lettland) beim Stand von 6:3, 3:6, 3:6 wegen Knieschmerzen auf (DATENCENTER: Ergebnisse der Herren).

"Ich habe ein Problem mit der Sehne in meinem Knie. Das habe ich jetzt schon fünf oder sechs Tage", erklärte der Franzose, der zuletzt das Halbfinale bei seinem Heim-Grand-Slam in Paris erreicht hatte.

"Enttäuschung meines Lebens"

Bitter war die Absage für Steve Darcis. Nur 48 Stunden nach seinem Sensationssieg über Rafael Nadal musste der Belgier, auf Rang 135 der Weltrangliste notiert, das Match gegen Lukasz Kubot (Polen) absagen.

"Heute nicht antreten zu können, ist die größte Enttäuschung meines Lebens", sagte Darcis, der an einer Schulterverletzung laboriert.

Murray problemlos

Im Laufe des Tages kamen immer weitere verletzungsbedingte Absagen hinzu:

Der an Position zehn gesetzte Marin Cilic (Kroatien) und John Isner (USA/Nr. 18) leiden an Knieproblemen. Radek Stepanek (Tschechien) brach sein Match wegen einer Oberschenkelverletzung ab, Jaroslawa Schwedowa (Kasachstan) trat wegen einer Verletzung am Schlagarm nicht an.

Aufatmen durfte dagegen Großbritannien: Ihr Hoffnungsträger Andy Murray steht problemlos in Runde drei.

Der Vorjahresfinalist setzte sich gegen Lu Yen-Hsun (Taiwan) 6:3, 6:3, 7:5 durch.

Wozniacki chancenlos

Mit Caroline Wozniacki und Ana Ivanovic mussten sich neben Scharapowa zwei weitere Top-Spielerinnen in der zweiten Runde verabschieden (DATENCENTER: Ergebnisse der Damen).

Die ehemalige Nummer eins Wozniacki (Dänemark) unterlag Petra Cetkovska deutlich mit 2:6 und 2:6. Die Serbin Ivanovic musste sich ählich schnell mit 3:6 und 3:6 Eugenie Bouchard geschlagen geben.

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