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Roger Federer holte bei den US Open fünf seiner 17 Grand-Slam-Titel © getty

Der Schweizer beweist bei den US Open seine Klasse unter Flutlicht. Mit dem "Extra-Kick" winkt eine Premiere gegen Nadal.

New York - Roger Federer bleibt der König der New Yorker Nacht.

Der Grand-Slam-Rekordsieger aus der Schweiz zog durch ein souveränes 6:3, 6:0, 6:2 gegen Adrian Mannarino (Frankreich) ins Achtelfinale der US Open (täglich im LIVE-TICKER) ein und feierte seinen insgesamt 22. Sieg bei einer Night Session im Arthur Ashe Stadium seit 2003.

Damit baute Federer seine Führung in der "Nachtschwärmer-Wertung" aus. Im größten Tennis-Stadion der Welt hatte der nicht mehr aktive Amerikaner Andy Roddick unter gleißendem Flutlicht 20-mal gewonnen.

"Diese Spiele sind immer besonders elektrisierend. Sie geben dir einen Extra-Kick. Ich gucke sie selbst gerne am Fernseher", sagte Federer, der in der Runde der letzten 16 am Montag auf Tommy Robredo (Spanien/Nr. 18) trifft.

Heiß auf Nadal

Damit rückt ein episches Viertelfinale zwischen dem nur an Nummer sieben gesetzten Federer und seinem Dauerrivalen Rafael Nadal (Spanien/Nr. 2) immer näher. Der French-Open-Sieger hatte beim 6:4, 6:3, 6:3 gegen Ivan Dodig (Kroatien) vorgelegt.

Nadal, US-Open-Sieger von 2010, fordert nun am Montag im Achtelfinale Davis-Cup-Spieler Philipp Kohlschreiber aus Augsburg heraus. (DATENCENTER: Die Ergebnisse der Herren)

Sollten Nadal und Federer ihr jeweils nächstes Match gewinnen, würden sie so früh wie noch niemals zuvor bei einem Grand-Slam-Turnier aufeinandertreffen.

"Jetzt schon daran zu denken, ist der schlimmste Fehler, den ich machen kann. Aber natürlich würde ich mich freuen, mich mit Rafa zu messen", sagte der 32-jährige Federer, der nur zehn von 31 Duellen mit Nadal gewonnen hat.

Schwache Ergebnisse 2013

Der in dieser Saison schwächelnde Federer hatte das Turnier in Flushing Meadows zwischen 2004 und 2008 fünfmal ohne Unterbrechung gewonnen. Seitdem er aber nur noch einmal (2009) das Endspiel im Corona Park erreicht.

Das Tennis-Jahr 2013 läuft für Federer bislang enttäuschend. Der 17-malige Major-Sieger hat seit Januar nur einen Turniersieg (Halle/Westfalen) gefeiert. Bliebe es bis Jahresende bei dieser ernüchternden Bilanz, wäre es sweine schlechteste Saison seit zwölf Jahren.

In Wimbledon war Federer, siebenmaliger Turniersieger an der Church Road, bereits in der zweiten Runde am damaligen Weltranglisten-116. Sergej Stachowski (Ukraine) gescheitert.

Wozniacki blamiert sich

Die US Open indes sind für einige Favoriten schon Geschichte. So verpasste die ehemalige Nummer eins Caroline Wozniacki überraschend das Achtelfinale.

Die an Position sechs gesetzte Dänin unterlag der im Ranking auf Position 136 geführten Qualifikantin Camila Giorgi (Italien) 6:4, 4:6, 3:6. (DATENCENTER: Die Ergebnisse der Damen)

Auch die frühere Wimbledonsiegerin Petra Kvitova aus Tschechien enttäuschte beim 3:6, 0:6 gegen Wildcard-Inhaberin Alison Riske (USA).

Kirilenko gefrustet

Für Aufsehen sorgte Maria Kirilenko, die nach ihrem überraschenden Drittrunden-Aus über die häufigen Doping-Tests lästerte.

Die Weltranglisten-17. aus Russland twitterte nach ihrer Pleite gegen die rumänische Nürnberg-Siegerin Simona Halep (1:6, 6:0). "Ich gehe zur Doping-Kontrolle, vielleicht habe ich ja angesichts des 0:6 etwas genommen! Haha, ich habe es satt! 1000 Mal, Doping, Doping."

Kirilenko, die mit dem russischen Eishockey-Star Alexander Owetschkin vom NHL-Klub Washington Capitals liiert ist, hatte in diesem Jahr das WTA-Turnier in Pattaya City gewonnen und bei den French Open in Paris das Viertelfinale erreicht.

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