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Die Nummer eins, Serena Williams, schlug die Nummer zwei Asarenka © getty

Dank einer Energieleistung holt die US-Amerikanerin ihren fünften Titel in New York. Asarenka verpasst die Grand-Slam-Revanche.

New York - Serena Williams schrie ihre Freude in den New Yorker Abendhimmel und hüpfte überglücklich über den Centre Court: Dank einer kämpferischen Glanzleistung verteidigte die 31-Jährige ihren Titel bei den US Open und gewann ihren Heim-Grand-Slam bereits zum fünften Mal.

Die topgesetzte Amerikanerin besiegte in einem phasenweise hochklassigen Endspiel die Weltranglisten-Zweite Wiktoria Asarenka (Weißrussland) mit 7:5, 6:7 (6:8), 6:1 (DATENCENTER: Die Ergebnisse der Damen).

"Ich bin so glücklich über diesen Erfolg. Viktoria ist ein große Kämpferin. Es war ein unglaubliches Spiel", sagte Williams nach ihrem Triumph in Queens.

Die fünfmalige Wimbledonsiegerin ist die älteste Gewinnerin, die es beim letzten Major-Turnier des Jahres bislang gegeben hat. Nach 2:45 Stunden verwandelte Williams ihren zweiten Matchball und feierte im größten Tennis-Stadion der Welt ausgelassen ihren 17. Erfolg bei einem Major-Tournament (DATENCENTER: Die WTA-Weltrangliste).

Geldregen für Williams

Die Nummer eins des Rankings kassierte eine Siegprämie in Höhe von 2,6 Millionen Dollar, die noch um eine Million Dollar aufgestockt wurde, weil sie die aus mehreren Turnieren bestehende US Open Series gewonnen hatte.

Ihren ersten großen Titel hatte Williams 1999 als 17-Jährige ausgerechnet bei den US Open gewonnen.

Die zweimalige Australian-Open-Gewinnerin Asarenka indes konnte sich nicht für die vor einem Jahr im Finale von Flushing Meadows erlittene Pleite gegen Williams revanchieren.

"Eine bittere Niederlage"

"Das war eine bittere Niederlage. Aber ich habe alles gegeben und gegen die beste Spielerin verloren", sagte die enttäuschte Asarenka.

Dabei war die 24-Jährige voller Selbstvertrauen in das Endspiel gegangen, nachdem sie in dieser Saison von 32 Matches auf Hardcourt nur eine Partie verloren hatte.

Zudem hatte Asarenka ihre Rivalin Williams in zwei von drei Duellen 2013 besiegt.

Starker Wind stört Williams

Vor 23.771 Zuschauern im ausverkauften Arthur-Ashe-Stadium - darunter der ehemalige US-Präsident Bill Clinton - begann die Weißrussin stark und ließ sich im Gegensatz zu Williams vom starken Wind nicht aus der Fassung bringen.

Vor allen Dingen der Aufschlag der Amerikanerin litt unter den Bedingungen.

Die Vorentscheidung im ersten Durchgang fiel, als Williams das Break zum 6:5 gelang. Wenig später nutzte die French-Open-Siegerin ihren ersten Satzball, obwohl ihr mehr als doppelt so viele unforced errors wie ihrer Konkurrentin unterlaufen waren (15:7).

Nerven behalten

In der Folge agierte Asarenka fehlerhafter und ermöglichte der jüngeren der beiden Williams-Schwestern mit zwei Aufschlagverlusten eine 4:1- beziehungsweise 5:3-Führung.

Doch auch davon ließ sich die Rechtshänderin aus Minsk nicht schocken und holte sich den zweiten Satz im Tiebreak.

Die Entscheidung im dritten Satz fiel, als Williams nach zwei Breaks mit 5:1 führte und diesmal die Nerven nicht verlor.

Sie ist damit nur noch einen Grand-Slam-Titel von den Ikonen Martina Navratilova und Chris Evert entfernt (beide 18 Major-Erfolge). Steffi Graf hatte 22 "Slams" gewonnen.

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