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Rafael Nadal siegte 2008 bei den Grand Slams in Wimbledon und Paris © getty

Beim letzten Grand Slam-Turnier des Jahres heißt der Topgesetzte Rafael Nadal. Sport1 nennt die Favoriten für New York.

Von Benjamin Bauer

München - Beim letzten Grand-Slam-Turnier 2008 kommt es zum fünften Highlight des Tennis-Jahres.

Nach Novak Djokovic in Melbourne und Rafael Nadal in Paris, Wimbledon und bei Olympia stellt sich die Frage: Welcher Spieler trägt sich in die Siegerliste von Flushing Meadows ein? Die Liste der Favoriten umfasst die üblichen Namen. Allen voran natürlich Rafael Nadal.

Der Spanier hat in diesem Jahr bewiesen, dass er derzeit der beste Spieler der Welt ist und zu Recht Roger Federer von Position eins der Weltrangliste verdrängt hat.

Gleicher Belag wie bei Olympia

Sein Sieg bei den Olympischen Spielen bestätigt auch, dass er weiterhin in Topform ist. Auch die Tatsache, dass bei den US Open wie in Peking auf dem Belag Deco Turf II gespielt wird, lässt Nadal bei den Buchmachern als den Spieler mit der geringsten Gewinnspanne für Wetter erscheinen.

Ein Sieg bei den US Open wird für die anderen Spieler nur über ihn führen.

Wie stark ist Federer?

Zu den Favoriten muss auch Roger Federer gezählt werden. Die Nummer zwei der Weltrangliste schwächelte allerdings zuletzt im Einzel erheblich. Nach seinem frühen Einzel-Aus in Peking konnte er sich mit der Goldmedaille im Doppel an der Seite von Stanislas Wawrinka doch noch einen Traum erfüllen.

Federer wird alles daran setzen, seinen Titel zu verteidigen um den fünften Triumph in Folge in New York zu feiern. Doch in seiner derzeitigen Verfassung ist eine Titelverteidigung unwahrscheinlicher denn je.

Ein Albtraum-Smash

Größere Chancen auf den Titel sollte der Weltranglisten-Dritte Novak Djokovic haben. In Peking zeigte Djokovic, dass mit ihm zu rechnen ist.

Im Halbfinale bot er dem späteren Champ Nadal lange Paroli, bevor ihn ein Überkopffehler, der ihn sicherlich noch im Schlaf verfolgte, aus den Goldmedaillen-Träumen riss. Im vergangenen Jahr unterlag der Serbe im Finale der US Open gegen Roger Federer.

Roddick will es noch mal tun

Seine volle Konzentration auf die US Open richtet Andy Roddick. Der US-Amerikaner verzichtete sogar auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen, um seinen Sieg von 2003 zu wiederholen. Doch seine letzten Ergebnisse auf Hardcourt überzeugen nicht.

In Toronto und Washington verlor Roddick mit Marin Cilic und Viktor Troicki gegen Spieler, die deutlich hinter ihm auf der Weltrangliste platziert sind. In Los Angeles verlor "A-Rod" erst im Finale gegen den Argentinier Juan Martin del Potro.

Wie lange hält del Potros Serie?

Auf den Auftritt von del Potro darf man gespannt sein. Der Argentinier präsentierte sich zuletzt in Topform und gewann vier Turniere in Folge, darunter mit Los Angeles und Washington zwei Veranstaltungen der US-Open-Series.

Del Potro weist eine Siegesserie von 19 Matches auf und gilt neben Nadal als Mann der Stunde.

Zuletzt höchstens bis ins Achtelfinale

Der an Position vier gesetzte David Ferrer muss auch zum erweiterten Favoritenkreis gezählt werden. 2007 stand der Spanier im Halbfinale der US Open und unterlag Novak Djokovic, dem er auch bei den Australian Open 2008 im Viertelfinale unterlag.

Bei seinen vergangenen Hartplatz-Turnieren von Peking, Cincinatti und Toronto zeigt sich der Spanier allerdings nicht in Bestform und kam nie über das Achtelfinale hinaus.

Weitere Spieler, die für Überraschungen sorgen könnten, sind Nikolai Dawidenko, James Blakes, Andy Murray und Ernests Gulbis.

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