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Andrea Petkovic könnte erstmals ein Grand-Slam-Finale erreichen © getty

Ein Titel bei den French Open geht auf jeden Fall nach Deutschland. Petkovic will gegen Halep ihren Traum vom Finale wahrmachen.

München/Paris - Bonjour, Allemagne!

Dieser Donnerstag könnte einer der erfolgreichsten Tage für das deutsche Tennis in den vergangenen Jahren werden.

Mit Andrea Petkovic könnte erstmals seit Steffi Graf 1999 eine DTB-Spielerin bei den French Open das Finale erreichen. Sie trifft im letzten Spiel des Tages auf dem Court Central in der Vorschlussrunde auf die Rumänin Simona Halep.

Schon zuvor ging der erste Titel des Grand-Slam-Turnieres in Paris nach Deutschland. Mit Anna-Lena Grönefeld und Julia Görges standen sich zwei Deutsche im Mixed-Finale gegenüber.

Grönefeld fordert Görges

Doppelspezialistin Grönefeld schlug dabei mit ihrem niederländischen Partner Jean-Julien Roger ihre Landsfrau Görges und den Serben Nenad Zimonjic in einem spannenden Match. (900603DIASHOW: Die Bilder der French Open - Woche 2).

Durch ein 4:6, 2:6 und 10:7 holte sich das deutsch-niederländische Duo den Mixed-Titel.

Petkovic ist vom Gewinn des Turniers am Bois de Boulogne noch etwas weiter entfernt. Doch schon der Halbfinal-Einzug ist der größte Erfolg in der Karriere der Darmstädterin (DATENCENTER: Die French Open).

Sieg in zwei Sätzen

Ihr glatter Zweisatz-Sieg im Viertelfinale gegen die favorisierte Italienerin Sara Errani war ihre wohl beste Leistung bei einem der vier großen Turniere.

Das ist auch ihr selbst nicht verborgen geblieben. "Ich habe taktisch einfach sehr, sehr gut gespielt. Ich war in der Lage, von Anfang bis Ende meinen Spielplan durchzuziehen. Das hat sich dann ausgezahlt", sagte die in Bosnien geborene Petkovic.

Über den Triumph gegen die Weltranglisten-11. Errari kann sie sich aber nur rund 24 Stunden freuen. Denn im Gegensatz zum bisherigen Turnierverlauf hat sie jetzt nicht einen Tag Pause, sondern muss gleich wieder ran.

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Keine Zeit zum Nachdenken

Ein Nachteil? Nicht für Petkovic: "Es ist vielleicht gar nicht so schlecht, dass ich keine Zeit habe, darüber nachzudenken."

Gegen Halep, das weiß sie, wird es dennoch "megaschwer". Auch die Rumänin steht zum ersten Mal in ihrer Laufbahn im Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers.

Ihre Entwicklung ging jedoch schon seit einiger Zeit kontinuierlich nach oben, weshalb sie als Favoritin ins Match geht. Die an Nummer vier gesetzte Halep gilt neben der Russin Maria Scharapowa sogar als Titelfavoritin.

Brüste behindern

Dabei hatte sie jahrelang mit einem Handicap zu kämpfen. Bis auf Cup-Größe 80E wuchsen ihre Brüste, was sie in vielerlei Hinsicht behindert hatte.

"Das Gewicht hat mich einfach belastet", erklärte Halep in der "Daily Mail". "Außerdem hat es meine Reaktionsschnelligkeit beeinflusst. Durch meine Brüste habe ich mich bei meinem Spiel einfach unwohl gefühlt."

Deshalb entschied sie sich für eine Operation und ließ ihre Brüste auf Größe 75C verkleinern.

Vorher/Nachher

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Vor vier Jahren präsentierte sich Halep bei den French Open erstmals mit ihrer neuen Oberweite. Damals war sie noch die Nummer 114 der Welt und schied als Qualifikantin in Runde eins aus.

Heute kämpft sie um den Einzug ins Finale und könnte dafür sorgen, dass sich die Deutschen mit ihrem Mixed-Titel zufrieden geben müssen.

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