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Sabine Lisicki erreichte bei ihren vergangenen vier Auftritten in Wimbledon immer mindestens das Viertelfinale - ZUM DURCHKLICKEN: Lisickis Karriere © getty

Auf die Sternstunde folgte ein enttäuschendes Jahr, nun will Sabine Lisicki in Wimbledon wieder glänzen - Andrea Petkovic ebenso.

London - Es begann auf der Pferderennbahn und endete in Tränen: Vor einem Jahr verzückte Sabine Lisicki in Wimbledon die Tennis-Welt.

Das Sommermärchen blieb unvollendet, Lisicki blieb nur die kleine Schale. Ihrer Beziehung zum All England Club hat die Finalniederlage jedoch nicht geschadet.

Im Gegenteil. Lisicki hofft, dass auf dem Heiligen Rasen die sportlichen Wunden der vergangenen zwölf Monate schneller heilen.

Bereits am Dienstag kehrt sie gegen die Israelin Julia Glushko auf den Center Court zurück. Weil Titelverteidigerin Marion Bartoli ihre Karriere beendete, darf Lisicki den zweiten Turniertag in der Kathedrale des Tennis eröffnen.

Tradition wird groß geschrieben in London SW19. Für Tradition kann sich auch Sabine Lisicki begeistern.

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Lisicki beim Pferderennen in Ascot

Wie im vergangenen Jahr fuhr sie raus aufs Land zum Royal Ascot, dem königlichen Pferderennen. Erneut streifte sie das Cocktailkleid über und setzte den Fascinator auf. Im Kostüm der behüteten englischen Damen der Upperclass versuchte sich Lisicki in Stimmung zu versetzen (SHOP: Jetzt Tennis-Artikel kaufen).

Vergessen waren in diesem Moment die Niederlagen, die Zweifel und Schmerzen der Vergangenheit. Ein Jahr lang blieb Lisicki weit hinter den eigenen Erwartungen zurück.

Verletzungen und Krankheiten warfen die 24-Jährige zurück, Kritiker monierten einen zu großen Fokus aus Gala-Auftritte mit Freund Oliver Pocher. Zurück in Wimbledon wird der Druck zunehmen, denn außer 1400 Punkten für die Weltrangliste hat Lisicki auch den Ruf als eine der besten Rasenspielerinnen der Welt zu verteidigen.

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Petkovics Trumpf ist der Coach

Druck macht sich Andrea Petkovic dagegen nur selbst, denn auch nach ihrem Einzug ins Halbfinale der French Open, ihrem größten Grand-Slam-Erfolg bislang, gehört die Darmstädterin nicht zu den Favoriten auf den Titel im Tennis-Mekka (DATENCENTER: Wimbledon).

Jahrelang stand sie auf Kriegsfuß mit den Rasenplätzen ("Bisher waren Gras und ich nicht die dicksten Freunde"), auch diesmal macht das Achtelfinal-Aus beim Vorbereitungsturnier in 's-Hertogenbosch wenig Hoffnung auf eine Überraschung.

Allerdings weiß Petkovic nun den Niederländer Eric van Harpen an ihrer Seite, der altgediente Coach führte bereits die Spanierin Conchita Martinez zum Wimbledonsieg. Gemeinsam haben sie sich auf die Fahne geschrieben, Petkovics Spiel zu verbessern.

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Top Ten im Blick

Im kommenden Jahr soll die Rückkehr unter die besten zehn Spielerinnen der Welt gelingen.

Zum Auftakt trifft Petkovic am Dienstag auf die Polin Katarzyna Piter - eine lösbare Aufgabe. Sie ist in ihrem ersten Match ebenso favorisiert wie Angelique Kerber gegen Urszula Radwanska (Polen).

Die Kielerin ist neben Lisicki und Petkovic die dritte gesetzte Spielerin aus Deutschland und die konstanteste zugleich. Noch am Freitag verschaffte ihr der Finaleinnzug bei der Generalprobe in Eastbourne Rückenwind (News).

Allerdings wartet Kerber mittlerweile bereits seit fast genau zwei Jahren auf ihren dritten Halbfinaleinzug bei einem der vier Grand Slams.

Die Wimbledon-Auslosung der Deutschen im Überblick

Männer:

Philipp Kohlschreiber (Augsburg/Nr. 22) - Igor Sijsling (Niederlande)

Tobias Kamke (Lübeck) - Jan Hernych (Tschechien)

Benjamin Becker (Orscholz) - Donald Young (USA)

Dustin Brown (Winsen/Aller) - Marcos Baghdatis (Zypern)

Julian Reister (Hamburg) - Michael Russel (USA)

Jan-Lennard Struff (Warstein) - Lukasz Kubot (Polen)

Tim Pütz (Frankfurt) - Teimuras Gabaschwili (Russland)

Frauen:

Angelique Kerber (Kiel/Nr. 9) - Urszula Radwanska (Polen)

Sabine Lisicki (Berlin/Nr. 19) - Julia Glushko (Israel)

Andrea Petkovic (Darmstadt/Nr. 20) - Katarzyna Piter (Polen)

Julia Görges (Bad Oldesloe) - Lucie Safarova (Tschechien/Nr. 23)

Annika Beck (Bonn) - Zhang Jie (China)

Mona Barthel (Neumünster) - Romina Oprandi (Schweiz)

Dinah Pfizenmaier (Bochum) - Lesia Zurenko (Ukraine)

Anna-Lena Friedsam (Neuwied) - Kurumi Nara (Japan)

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