Andy Roddick, Vorjahresfinalist und Nummer fünf der Weltrangliste, war für Philipp Kohlschreiber in der 3. Runde von Wimbledon eine Nummer zu groß. Nach der 5:7, 7:6 (7:5), 3:6, 3:6-Niederlage am Samstag muss der momentan beste deutsche Tennisspieler die Heimreise antreten.

Er hat gut gespielt, toll gekämpft, keinesfalls enttäuscht - aber der dreimalige Wimbledonfinalist aus Texas ist eben auf Rasen fast unbezwingbar. Umso erstaunlicher, dass Kohlschreiber nach der Niederlage nicht mit seinem Lospech haderte, sondern ganz neue Töne von sich gab.

"Ich bin ja selber schuld. So lange ich in der Weltrangliste nur zwischen 30 und 40 stehe, treffe ich schon vor dem Achtelfinale auf die großen Jungs", sagte der 26-Jährige: "Das will ich jetzt endlich ändern. Das Ziel Top 20 habe ich noch nicht aufgegeben."

Dafür ist Kohlschreiber nun zu einem Neuanfang bereit. Raus aus dem vertrauten Trainingszentrum in Oberhaching, ein anderes Umfeld, ein neuer Trainer. "Ich habe meine Scouts schon losgeschickt", erzählt der Augsburger.

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