Bei den US Open in New York hat die große Hitze mit Temperaturen bis zu 35 Grad Celsius am dritten Turniertag ihr erstes "Opfer" gefordert: Die Weltranglisten-Elfte Victoria Azarenka (Weißrussland) musste nach einem Kreislaufkollaps mit dem Rollstuhl vom Grandstand gebracht werden.

Die völlig entkräftete 21-Jährige hatte in ihrem Zweitrundenmatch gegen Gisela Dulko (Argentinien) 1:5 zurückgelegen, als sie zusammenklappte und medizinisch versorgt werden musste.

Bereits an den ersten beiden Tagen hatten die klimatischen Bedingungen in Flushing Meadows den Spielern zu schaffen gemacht. Fast alle Profis kühlten sich in den Wechselpausen den Nacken mit eisgekühlten Handtüchern.

"Ich bin die Hitze gewohnt, ich lebe ja in Florida", witzelte Benjamin Becker (Orscholz) nach seinem Sieg in der ersten Runde gegen Daniel Brands aus Deggendorf (7:6, 7:6, 6:4).

Während es in New York vergleichsweise wenig Hitze-Regeln gibt, existiert bei den Australian Open in Melbourne seit 1998 eine sogenannte "Extreme Heat Policy". Wenn sie bei Temperaturen über 35 Grad Celsius in Kraft trifft, dürfen unter anderem keine neuen Matches mehr begonnen werden.

Zudem werden die Pausen während eines Spiels verlängert. Der Turnier-Referee hat zudem das Recht, alle Partien abzubrechen, wenn er der Meinung ist, es sei für die Profis zu gefährlich.

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