Der König von Paris wankte, aber er fiel nicht: Rafael Nadal ist ungeachtet zwischenzeitlicher Probleme in die zweite Runde der French Open eingezogen und hat einen ersten Schritt in Richtung seines historischen sechsten Titels in Roland Garros gemacht.

Der 24-Jährige besiegte trotz eines 1: 2-Satzrückstandes John Isner (USA) nach 4:01 Stunden mit 6:4, 6:7 (2:7), 6:7 (2:7), 6:2, 6:4. Am Ende schwappte sogar die "Welle" durch das weite Runde des Philippe-Chatrier-Courts, Nadal machte vor Erleichterung Luftsprünge.

Es war das erste Mal, dass Nadal bei seinem Lieblingsturnier fünf Sätze für einen Erfolg benötigte. Damit wahrte der Titelverteidiger die Chance, die Weltranglisten-Führung zu verteidigen.

"Überflieger" Novak Djokovic aus Serbien, der bislang in diesem Jahr alle seine 38 Einzel gewonnen hat, sitzt dem Spanier im Nacken und hat ihn in den letzten vier Masters-Finals bereits geschlagen.

In den vergangenen sechs Jahren hat Nadal am Bois de Boulogne fünf Titel gewonnen. 39:1 Siege lautet seine Bilanz nach dem Arbeitssieg gegen den 2,06 Meter großen Riesen Isner, der in der Rangliste an Position 39 geführt wird.

"Rafa" hatte bei seinen Triumphen 2008 und 2010 im Turnierverlauf keinen einzigen Satz abgegeben. Noch ein Coup im Schatten des Eiffelturms, und er würde mit dem legendären Björn Borg gleichziehen. Der Schwede ist Rekordsieger der French Open.

Niederlagen in der Stadt der Liebe tun "Sandmann" Nadal besonders weh. Nach seinem Achtelfinal-Aus 2009 gegen Robin Söderling (Schweden) und der bislang einzigen Niederlage in Roland Garros weinte Nadal nach eigener Aussage "wie ein Tier".

In der zweiten Runde trifft der Spanier von der Sonneninsel Mallorca am Donnerstag auf seinen Landsmann Pablo Andujar.

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