Die French Open haben ihre erste Sensation: Die an Position zwei gesetzte Kim Clijsters scheiterte in der zweiten Runde völlig überraschend mit 6:3, 5:7, 1:6 an der Weltranglisten-114. Arantxa Rus aus den Niederlanden.

Seit ihrem traumhaften Comeback im Spätsommer 2009 hatte Melbourne-Siegerin Clijsters bei einem Grand-Slam-Turnier nicht mehr so früh verloren.

Die 27-jährige Belgierin vergab auf dem Court Philippe Chatrier beim Stand von 5:2 sogar einen Matchball und wirkte im Anschluss völlig verunsichert.

Die zweimalige Roland-Garros-Finalistin Clijsters produzierte in dem Match über 2:02 Stunden 65 "unforced errors". Ihre 20 Jahre alte Gegnerin Rus, die ihren größten Erfolg feierte, leistet sich nur 22 so genannte "einfache Fehler".

"Ich dachte, ich habe das Match im Griff. Aber diese Einstellung ist nie gut. Plötzlich konnte ich mein aggressives Spiel nicht mehr aufziehen", sagte Clijsters.

Erst ein paar Tage vor der Pleite hatte "Super Mom" Clijsters in Paris das lange gehütete Geheimnis um ihren vermeintlichen High-Heels-Unfall gelüftet. Clijsters hatte Anfang April bei der Hochzeit ihres Cousins eine Knöchelverletzung erlitten und nach fünfwöchiger Pause erst im Mai wieder mit dem Training begonnen.

"Ich habe auf der Feier barfuß getanzt. Eine Menge Leute dachten, ich habe hohe Schuhe getragen. Aber ich kann in High Heels nicht tanzen, deshalb hatte ich sie ausgezogen", berichtete Clijsters, die bei den US Open 2009 eines der größten Comebacks der Sport-Geschichte perfekt gemacht hatte.

Nach der Geburt von Jada und einer 27-monatigen Pause hatte "Kimback" erst vier Wochen vor der Veranstaltung in Flushing Meadows ihr erstes Turnier bestritten - und dann prompt in New York gewonnen.

Den Coup im "Big Apple" wiederholte die Rechtshänderin aus Bree 2010.

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