Trotz großer Probleme hat Francesca Schiavone ihre Mission Titelverteidigung bei den French Open fortgesetzt:

Die Weltranglistenfünfte aus Italien zog ungeachtet eines 1:4-Rückstands im zweiten Satz als erste Spielerin ins Halbfinale von Paris ein.

Schiavone siegte im Viertelfinale nach 2:34 Stunden mit 1:6, 7:5, 7:5 gegen Anastasia Pawljutschenkowa (Russland/Nr. 14).

Nach einer 5:1-Führung im entscheidenden Durchgang musste die Überraschungssiegerin von 2010 noch einmal kräftig zittern.

Allein Satz fünf dauerte 67 Minuten.

In der Runde der letzten Vier trifft die 30-jährige Schiavone am Donnerstag auf die Siegerin der Partie zwischen Lokalmatadorin Marion Bartoli aus Frankreich und Swetlana Kusnezowa (Russland).

Am Mittwoch hat auch Andrea Petkovic die Chance, mit einem Sieg über Maria Scharapowa aus Russland erstmals ins Halbfinale eines Majors-Tournament einzuziehen.

Schiavone zählt beim zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres auch angesichts der Favoritenstürze in diesem Jahr zu den Topfavoritinnen.

Branchenführerin Caroline Wozniacki (Dänemark), Melbourne-Siegerin Kim Clijsters aus Belgien sowie die australische Vorjahresfinalistin Samantha Stosur waren vorzeitig gescheitert.

Die einst weltbeste Juniorin Pawljutschenkowa hatte zudem die russische Weltranglistendritte Wera Swonarewa ausgeschaltet.

Die nur 1,66 Meter große Schiavone hatte im vergangenen Jahr in Roland Garros als erste italienische Grand-Slam-Siegerin Tennis-Geschichte geschrieben.

Die berühmteste Sandplatzveranstaltung der Welt ist diesmal mit insgesamt 17,52 Millionen Euro dotiert. Die Siegerin und der Sieger kassieren jeweils 1,2 Millionen Euro. Im letzten Jahr waren es "nur" je 1,12 Millionen Euro gewesen.

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