Tommy Haas kann sich im Fall eines Karriereendes nach der Saison ein Engagement auf der Senioren-Tour vorstellen.

"Damit meine kleine Tochter auch mal zu den schönen Plätzen mitkommen und sehen kann, was der Papa so gemacht hat", sagte der 33-jährige Haas im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Der frühere Weltranglistenzweite, der nach 15-monatiger Verletzungspause Ende Mai bei den French Open in Paris sein Einzel-Comeback gegeben hatte, trifft in der ersten Runde des am Montag beginnenden Wimbledon-Turniers auf Gilles Muller (Luxemburg).

Auf dem heiligen Rasen hatte Haas 2009 noch im Halbfinale gestanden.

Erst im Anschluss an die Saison will Haas definitiv entscheiden, ob er seine Laufbahn fortsetzen oder sich nach 15 Jahren von der Profitour verabschieden wird.

Bis dahin wartet auf den vom Verletzungspech gebeutelten Wahlamerikaner viel Arbeit.

"Es ist der größte Test in meiner gesamten Karriere, was ich noch einmal aus meinem Körper herausholen kann, was ich vielleicht noch erreichen kann", meinte Haas, der sich tennis-spezifisch auf der Höhe sieht: "Aber körperlich bin ich nach den ganzen Rückschlägen ziemlich weit hinten."

Die Hüft-Operation im März 2010 hätte das endgültige Aus bedeuten können, wenn das Familienglück mit der Verlobten Sara Foster und Töchterchen Valentina nicht gewesen wäre.

"Wir haben vier, fünf Tage nach der OP herausgefunden, dass wir Nachwuchs bekommen, das hat die Perspektive geändert. Wenn das nicht der Fall gewesen wäre, bin ich mir sicher, dass ich was anderes gemacht hätte."

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