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Grand-Slam-Rekordsieger Roger Federer ist bei den French Open überraschend bereits im Achtelfinale ausgeschieden. Der Weltranglistenvierte aus der Schweiz verlor mit 7:6 (7:5), 6:7 (3:7), 2:6, 6:4, 3:6 gegen Ernests Gulbis.

Nach 3:42 Stunden verwandelte der an Position 18 gesetzte Lette seinen ersten Matchball und steht wie 2008 im Viertelfinale von Paris. "Das war der größte Sieg meiner Karriere", sagte der 25-jährige Gulbis, der nun auf Tomas Berdych (Tschechien/Nr. 6) trifft.

Für Federer kam die Niederlage überraschend. "Ich war eigentlich in guter Form und mental bereit, aber ich konnte Gulbis heute von der Grundlinie nicht so unter Druck setzen, wie ich es wollte", sagte der 32-Jährige. der als nächstes bei den Gerry Weber Open in Halle/Westfalen (9. bis 15. Juni) an den Start gehen wird. Danach steht das Turnier in Wimbledon an (ab 23. Juni). (French Open: Alle Ergebnisse)

Es war die früheste Niederlage für Federer in Roland Garros seit 2004. Bei einem Grand-Slam-Turnier war der frischgebackene Vierfach-Vater zuletzt bei den US Open 2013 im Achtelfinale an Tommy Robredo (Spanien) gescheitert, gegen den er zuvor noch nie verloren hatte. Seinen letzten von bislang 17 Major-Titeln hatte Federer im Juli 2012 in Wimbledon geholt, wo er im vergangenen Jahr sensationell schon in der zweiten Runde gescheitert war.

Seinen einzigen Titel in Paris hatte die frühere Nummer eins 2009 gewonnen. Die French-Open-Trophäe hatte dem siebenmaligen Wimbledon-Champion Federer damals noch zur Komplettierung seines Grand-Slam-Portfolios gefehlt.

Nach dem gewonnenen ersten Durchgang gegen Gulbis vergab Federer im zweiten zwei Satzbälle. Die Vorentscheidung fiel, als dem Weltranglisten-17. Gulbis im letzten Satz gleich ein Break zum 2:0 gelang. Auch "Roger, Roger"-Sprechchöre auf dem Court Philippe Chatrier halfen Federer nichts mehr.

Damit war schon vor Beginn der zweiten Woche ein weiterer Favorit auf der Strecke geblieben. In der ersten Runde hatte sich bereits Australian-Open-Sieger Stanislas Wawrinka (Schweiz/Nr. 3) geschlagen geben müssen. Auch im Frauen-Feld gab es viele Ausrutscher. Titelverteidigerin Serena Williams (USA/Nr. 1) musste bereits nach Runde zwei die Koffer packen.

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