vergrößernverkleinern
Die amerikanische Tennis-Legende John McEnroe gewann dreimal Wimbledon © getty

Die amerikanische Tennis-Legende John McEnroe ist bereit für eine neue Aufgabe.

"Ich drängele mich nicht an die Front. Wenn ein wirklich interessantes Angebot käme, würde ich es mir überlegen", sagte der siebenmalige Grand-Slam-Champion in Wimbledon im Gespräch mit "tennisnet".

McEnroe, der seit Jahren beim Turnier im All England Club als Kommentator für die BBC tätig ist, kann sich auch vorstellen, als Trainer auf der Tour zu arbeiten. Zuletzt war der 55-Jährige mit Wimbledonsieger Andy Murray in Verbindung gebracht worden, der Schotte entschied sich jedoch für die Französin Amelie Mauresmo.

"Murray wäre sicherlich ein reizvoller Job gewesen. Es gab aber keine Kontakte", sagte McEnroe.

Der dreimalige Wimbledonsieger hat Verständnis dafür, dass Top-Spieler wie Murray, Novak Djokovic oder Roger Federer auf die Erfahrung ehemaliger Spitzenspieler setzen.

"Heute, wo es so unglaublich eng in der Weltspitze zugeht, will jeder alles, absolut alles versuchen, um als Erster durchs Ziel zu gehen", sagte McEnroe: "Und so holst du dir eben auch Leute ins Boot, die gewaltiges Insiderwissen des Geschäfts haben."

Der gebürtige Wiesbadener kritisierte, dass Tennis zu wenig aus den Möglichkeiten mache. "Es könnte größer, viel größer sein, besser dastehen in diesem Kampf im großen Sportmarkt", sagte McEnroe: "Es gibt zu viele kleine Autoritäten, zu viele, die ihr eigenes Süppchen kochen." Nötig wäre "ein CEO, ein weltweiter Vorstandschef des Unternehmens Tennis. Und ich gebe zu, dass mich so ein Job schon reizen würde."

Hier gibt es alles zum Tennis

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel