vergrößernverkleinern
Justin Henin gewann in ihrere Karriere 41 Turniere © getty

Die Belgierin hat 16 Monate nach ihrem Rücktritt ihr Comeback verkündet. Ihre Titel-Sammlung will sie vervollständigen.

Brüssel - 16 Monate nach ihrem Rücktritt hat die einst weltbeste Tennisspielerin Justine Henin am Dienstag ihr Comeback für Anfang 2010 verkündet.

"Es ist ein Entschluss, der mich glücklich macht. Es ist eine große Entscheidung in meinem Leben", erklärte die 27-Jährige am Abend im belgischen Fernsehen und fuhr emotional fort:

"Ich bin bewegt und gleichzeitig sehr erleichtert, weil ich diese Entscheidung schon seit Wochen mit der Öffentlichkeit teilen wollte."

Damit hat Belgien nach der sensationellen Rückkehr von Kim Clijsters auch seinen zweiten Tennisstar wieder und die WTA-Tour ein weiteres belebendes Element.

Rücktritt im Mai 2008

Clijsters war Anfang August auf den Court zurückgekehrt und hatte ihr Comeback Anfang September mit dem Sieg bei den US Open gekrönt.

"Justine ist einer der großen Champions in der Geschichte des Damen-Tennis. Wir und Millionen Fans sind begeistert über ihre Rückkehr. Ein neues Kapitel wird beginnen", erklärte Stacey Allaster, die Vorsitzende der WTA-Tour.

Justine Henin hatte ihren überraschenden Rücktritt aus persönlichen Gründen am 14. Mai 2008 verkündet.

Wimbledon-Sieg fehlt in der Sammlung

"Danach plätscherte mein Leben lange dahin. Nun hat sich die Flamme wieder entzündet, von der ich dachte, sie sei erloschen", führte Justine Henin aus.

Die Frau mit der besten Rückhand auf der WTA-Tour stand zum Zeitpunkt ihres Rücktritts als dominierende Spielerin an der Spitze der Weltrangliste. Seitdem gab es unter fünf Spielerinnen bereits achtmal einen Führungswechsel.

In ihrer Karriere hat Henin 41 Titel und knapp 19,5 Millionen Dollar an Preisgeldern gewonnen. Sie gewann sieben Grand-Slam-Turniere.

Nur in Wimbledon fehlt Henin noch ein Erfolg.

"Ergebnis einer langen Überlegung"

Und genau das ist für ihren langjährigen Trainer Carlos Rodriguez der Grund für die Rückkehr:

"Sie will diesen Sieg. Das Comeback ist das Ergebnis einer langen Überlegung. Sie liebt Tennis, ich freue mich für sie."

Athen-Olympiasiegerin Justine Henin hatte in den Tagen zuvor auf zuvor bereits aufgekommene Gerüchte über ihre mögliche Rückkehr noch abwehrend reagiert.

"Ich habe nichts zu sagen. Und wenn ich etwas mitzuteilen hätte, dann werde ich das später tun", sagte Henin.

Clijsters als Vorbild

Offiziell hat sie das Training für ein paar Showmatches Ende des Jahres in Belgien aufgenommen.

Ein belgisches Magazin schrieb, sie habe sich bereits 14 neue Schläger zugelegt, und zwar dieselben, mit denen sie auch während ihrer aktiven Laufbahn gespielt habe.

Wie ein erfolgreiches Comeback aussehen kann, hat ihr Kim Clijsters kürzlich in New York vor Augen geführt.

Nach einer 27-monatigen Pause und der Geburt ihrer Tochter Jada vor eineinhalb Jahren war Clijsters triumphal auf die Tour zurückgekehrt.

In der Weltrangliste steht sie nach nur drei gespielten Turnieren bereits wieder auf dem 17. Platz.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel