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Yanina Wickmayer gewann 2009 zwei Turniere auf der WTA-Tour © getty

Die von ihrem eigenen Verband für zwölf Monate gesperrte US-Open-Halbfinalistin ist am Boden zerstört. Ein Protest wird geprüft.

Brüssel/Bali - US-Open-Halbfinalistin Yanina Wickmayer ist von ihrer einjährigen Sperre wegen Verstößen gegen die Anti-Doping-Bestimmungen schwer getroffen.

"Sie ist in Tränen aufgelöst, fühlt sich gebrochen und vernichtet", berichtete Wickmayers Trainerin Ann Devries im belgischen Fernsehen über ein Telefonat mit der 20-Jährigen. (DATENCENTER: Alle Turniere)

Wickmayer war ebenso wie ihr belgischer Landsmann Xavier Malisse vom Anti-Doping-Tribunal des belgischen Tennis-Verbandes für zwölf Monate gesperrt worden. Grund für die Maßnahme waren Versäumnisse bei der vorgeschriebenen Meldung von Aufenthaltsorten an die Doping-Fahnder.

Zurück zum Nullpunkt

Für Devries ist die Reaktion ihrer in der Weltrangliste auf Platz 18 geführten Spielerin, die nach Bekanntgabe der sofort wirksam gewordenen Sperre beim laufenden Tournament of Champions auf Bali nicht mehr weiterspielen konnte, nur allzu verständlich.

"Ein Jahr Sperre ist viel zuviel für jemanden, der nicht des Dopings überführt worden ist", sagte die Trainerin: "Yanina verliert die Früchte ihrer Arbeit in den vergangenen Jahren, denn wenn sie alle Punkte für die Weltrangliste einbüßt, muss sie wieder am Nullpunkt anfangen."

Anwälte prüfen

Ein Sprecher Wickmayers, die in der ausklingenden Saison in Estoril und Linz ihre ersten Titel auf der WTA Tour gewonnen hatte, bezeichnete derweil Meldungen über einen Einspruch beim internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne als verfrüht. "Yaninas Anwälte prüfen natürlich alle Optionen. Aber das muss nicht unbedingt Lausanne bedeuten", sagte Rudi Kuyl.

Was macht Wickmayer?

Einem Protest wurde weder von ihrer Seite noch von Seiten der Turnierleitung eine Erfolgschance eingeräumt. Die belgischen Vorschriften seien eindeutig und die Anti-Doping-Regeln der WTA auch.

Es sei Sache der Spielerin auf die Vorwürfe zu reagieren und Protest einzulegen. Die WTA erkennt bis zu einer anderslautenden Nachricht aus Belgien die 12monatige Sperre an.

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