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Die ehemalige Nummer eins Kim Clijsters gab im März 2009 ihr Comeback bekannt © getty

Im Duell der Rückkehrerinnen bezwingt Kim Clijsters nach Abwehr von Matchbällen Henin. Die Siegerin schwärmt vom eigenen Spiel.

Brisbane - In einem begeisternden Tenniskrimi hat Kim Clijsters das mit Spannung erwartete Duell der Rückkehrerinnen mit Justine Henin für sich entschieden und die australischen Fans in Entzücken versetzt.

Nach fast zweieinhalb Stunden voller hochklassiger Ballwechsel gewann Clijsters das belgische Finale des WTA-Turniers von Brisbane 6:3, 4:6, 7:6 (8:6) und wurde wie die Unterlegene mit Ovationen gefeiert.

Neun Tage vor Beginn der Australian Open in Melbourne schickten die alten Rivalinnen damit auch eine große Warnung an die Konkurrenz.

Messlatte hochgelegt

"Was für ein Match. Ich glaube, wir haben das Niveau für den Rest des Jahres ziemlich hochgeschraubt. Es ist Wahnsinn, ein Turnier so zu gewinnen", sagte die 26 Jahre alte Clijsters. (Clijsters zeigt Petkovic die Grenzen auf)

Die ein Jahr ältere Henin blieb nach Außen zwar wie praktisch immer eher unbewegt, musste aber zugeben: "Dieses Turnier war ein Traum für mich. Mehr konnte ich bei meiner Rückkehr nicht erwarten."

Ihre Teilnahme an der Generalprobe für das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres musste Henin nach der Final-Niederlage jedoch absagen. Beim WTA-Turnier in der kommenden Woche in Sydney wird sie wegen einer Zerrung nicht antreten.

Starkes Comeback

Zwei Matchbälle hatte Henin beim 5:4 im Entscheidungssatz auf dem Schläger, ehe Clijsters diverse Klassebälle später ihrerseits die vierte Chance zum Matchgewinn und insgesamt 36. Titel ihrer Karriere nutzte.

Nach dem sensationellen Sieg bei den US Open im vergangenen September war es der zweite Titel nach dem Comeback für Clijsters. (DATENCENTER: Alle Turniere)

Wie in New York jubelte das blondgelockte Töchterchen Jada auf der Tribüne mit ihrer erfolgreichen Mama. Henin meldete sich beim ersten Turnier 18 Monate nach ihrem

Rücktritt trotz der Finalniederlage ebenfalls eindrucksvoll zurück. Am 14. Mai 2008 hatte Henin als Nummer eins der Weltrangliste aus persönlichen Gründen überraschend ihren Rücktritt erklärt.

"Ich weiß nicht mehr, wie man sowas macht"

Im September verkündete sie dann ihre Rückkehr für 2010 und zeigte gleich mal, dass sie nichts verlernt hat. Bislang hat sie sieben Grand-Slam-Trophäen gewonnen. Nur in Wimbledon fehlt ihr noch ein Erfolg.

Und schon in Brisbane spielte Henin auf, als wäre sie nie weg gewesen. Mit der besten Rückhand im Frauentennis begeisterte sie wie in alten Zeiten die Zuschauer und schien erst ganz am Ende etwas unsicher.

"Ich weiß gar nicht mehr, wie man sowas macht", sagte die 1,67 m kleine Belgierin als sie nach dem Match zur Dankesrede ans Mikrofon trat. Es sei aber toll, zurück zu sein.

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