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Den letzten Grand-Slam-Titel holte Justine Henin 2007 bei den US Open © getty

Bei ihrem Comeback marschiert Henin gleich bis ins Finale gegen Serena Williams durch. Andy Murray lässt die Briten träumen.

Melbourne - Ein Traumfinale bei den Australian Open steht schon fest: Melbourne sieht am Samstag (ab 9.30 Uhr (LIVESCORES) ) das Duell der beiden besten Spielerinnen des letzten Jahrzehnts, wenn Sensations-Rückkehrerin Justine Henin (Belgien) Titelverteidigerin Serena Williams herausfordert.

Bei den Männern muss Andy Murray dagegen 24 Stunden warten, bis er weiß, ob sein Gegner am Sonntag Topfavorit Roger Federer (Schweiz) oder Jo-Wilfried Tsonga (Frankreich) ist.

Im Damen-Halbfinale räumte Henin erbarmungslos Zheng Jie aus China in nur 51 Minuten mit 6:1, 6:0 aus dem Weg und zog damit gleich im zweiten Turnier nach ihrem Comeback ins Finale eines Grand-Slam-Events ein.

Williams mit Mühe

Zuvor hatte Williams bei ihrem 7:6 (7:4), 7: 6 (7:1)-Erfolg über Li Na (China) wesentlich mehr Mühe.

In der Night Session setzte sich Murray schließlich mit 3:6, 6:4, 6:4, 6:2 gegen Marin Cilic aus Kroatien durch.

Erster britischer Finalist seit 1934

Der Schotte lässt auf der Insel nun wieder die kühnsten Träume blühen. Seit dem Wimbledonsieg von Fred Perry 1936 konnte kein Brite mehr bei einem der vier Major-Turniere gewinnen.

In Australien war Perry gar 1934 der letzte britische Sieger. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Cilic am Ende zu müde

Der Weltranglisten-Vierte zeigte auch gegen Cilic teilweise unglaubliche Schläge, profitierte aber zunehmend von der Müdigkeit des Kroaten, der zuvor drei Fünf-Satz-Matches in Folge spielen musste.

"Ich freue mich sehr, dass ich jetzt zwei Tage Pause habe, das wird mir gut tun", sagte der Sieger.

"Ein Traum für mich"

Von einer gleich langen Pause hatte auch Henin profitiert, die gegen Zheng wie aufgedreht spielte.

"Das ist ein Traum für mich", sagte die Belgierin: "Ich bin so glücklich, dass es gegen Serena geht. Ich möchte einen weiteren Grand-Slam-Titel gewinnen und das gegen die beste Spielerin der Welt."

Comeback nach 18 Monaten Pause

Wie immer das Finale am Samstag ) ausgehen wird, die Leistung von Henin ist fast unglaublich. Erst im September gab sie ihr Comeback für Januar bekannt, nachdem sie zuvor 18 Monate aus persönlichen Gründen ausgesetzt hatte.

Lediglich im Januar in Brisbane hat sie bisher ein Turnier bestritten.

"Es war wichtig für mich, mich zurückzuziehen und mich selbst besser kennenzulernen", sagte Henin, "jetzt bin ich wieder dabei, das zu tun, was ich liebe, und ich bin stolz auf das, was ich schon erreicht habe."

Endspiel als Premiere

Den Respekt der Konkurrenz hat sie mit dem sensationellen Comeback auf jeden Fall sofort wiedergewonnen. "Das ist eine großartige Geschichte. Justine und ich stacheln uns immer zu Bestleistungen an", sagte Serena Williams.

Kurioserweise treffen beide erstmals im Endspiel eines der vier Major-Turniere aufeinander. Mit 7:6 führt Williams im direkten Vergleich, bei Grand-Slam-Matches liegt allerdings Henin mit 4:2 vorn.

"Wir spielen uns beide die Seele aus dem Leib", sagte Williams, "das macht eine tolle Rivalität aus."

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