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Am 11. August dieses Jahres erklomm Jelena Jankovic erstmals die Spitze der Weltrangliste © getty

Jelena Jankovic hat in Stuttgart die Spitzenposition der Weltrangliste zurückerobert. Die Organisatoren sind mit dem Turnier zufrieden.

Stuttgart - Jelena Jankovic ist nach ihrem Turniersieg in Stuttgart erneut die Nummer eins der Tennis-Weltrangliste und will diese Position wenigstens bis zum Jahresende behalten.

"Das ist mein großes Ziel", sagte die 23-jährige Serbin nach dem 6:4, 6:3 im Finale gegen die Russin Nadja Petrowa in der mit 4520 Zuschauern ausverkauften Porsche-Arena. Ihr erstes Gastspiel an der Spitze war Mitte August nach nur einer Woche beendet.

Nur zwei deutsche Spielerinnen standen in Stuttgart im Hauptfeld, beide verloren in der ersten Runde. Tatjana Malek unterlag bei ihrem Comeback nach einer lebensgefährlichen Lungenembolie im Frühjahr der Österreicherin Sybille Bammer.

Grönefeld beendet lange Flaute

Anna-Lena Grönefeld zog gegen Venus Williams den kürzeren, konnte sich aber mit dem Doppelerfolg an der Seite der Schweizerin Patty Schnyder trösten.

Das Finale gewann das Duo mit 6:2, 6:4 gegen Kveta Peschke (Tschechien) und Rennae Stubbs (Australien). Für Grönefeld war es der erste Erfolg auf der WTA-Tour seit Januar 2007, als sie in Sydney zusammen mit Meghann Shaughnessy (USA) gewann, und bereits der sechste Doppeltitel ihrer Karriere.

Tennis-Damen haben Spaß in Stuttgart

Unmittelbar vor dem Finale hatten Turnierdirektor Markus Günthardt und die sportliche Leiterin Anke Huber eine positive Bilanz des Turniers in der Porsche-Arena gezogen. "Das wichtigste Stichwort ist Spaß", meinte Günthardt: "Die Spielerinnen laufen mit einem Lächeln auf den Lippen durch die Arena, man merkt sichtlich, dass sie sich bei uns wohl fühlen. Und das freut uns natürlich."

Anke Huber hatte nach eigenem Bekunden in diesem Jahr einen sehr angenehmen Job. "Wir hatten keine Absagen und wohl das beste Feld in der Geschichte des Turniers", sagte die einstige Nummer vier der Welt: "Alle waren zufrieden und haben gesagt, dass sie wiederkommen möchten."

2009 "völlig neue Situation"

Das sieht Günthardt allerdings noch nicht so. Die Terminverlegung in den April und die Tatsache, dass die Veranstaltung im kommenden Jahr als einziges Hallenturnier weltweit auf Sand gespielt wird, ist zumindest ein kleiner Unsicherheitsfaktor.

"Ich weiß noch nicht, ob ich mich auf 2009 freuen soll, das ist eine völlig neue Situation", gab Günthardt zu. Ob man wieder ein derart hochklassiges Feld bekomme wie in diesem Jahr, sei zu diesem Zeitpunkt noch nicht sicher: "Klar ist, dass viele wiederkommen möchten. Im November wissen wir mehr."

Weltspitze eng beisammen

Derweil gibt es am Montag zum fünften Mal in den letzten fünf Monaten einen Führungswechsel in der Weltrangliste.

Seit dem überraschenden Rücktritt der Belgierin Justine Henin im Mai hat es keine Spielerin geschafft, sich an der Spitze zu etablieren. Henin führte die Wertung im Zeitraum von Oktober 2003 bis zu ihrem Rückzug insgesamt 117 Wochen lang an.

Immerhin zwölf Wochen lang war Ana Ivanovic (Serbien) seither die Nummer eins, vier Wochen hielt Serena Williams (USA) durch, drei Wochen Maria Scharapowa (Russland).

Nur eine Woche verbuchte Jelena Jankovic (Serbien), die nun durch das Verletzungspech von US-Open-Siegerin Serena Williams und deren Achtelfinal-Niederlage in Stuttgart eine neue Chance bekommt.

Ivanovic, Dementjewa oder Safina?

Im Rennen um die Spitzenposition liegen neben Ivanovic vor allem die beiden Russinnen Jelena Dementjewa und Dinara Safina in aussichtsreicher Position. Dagegen sind die an der Schulter verletzte Scharapowa und wohl auch Serena Williams aus dem Rennen.

Scharapowa hat ihre Saison bereits beendet und wird erst im Januar auf die Tour zurückkehren. Williams klagt erneut über Knieprobleme und hat ihre Teilnahme in der kommenden Woche in Moskau abgesagt.

Saisonfinale steht bevor

Insgesamt stehen bis zum millionenschweren Saisonfinale in Doha (3. bis 9. November) noch fünf Turniere auf dem Plan.

Im Oktober geht es in Moskau (ab 6.), Zürich (ab 13.), Linz und Luxemburg (jeweils ab 20.) sowie Quebec (ab 27.) um Weltranglistenpunkte, ehe die acht weltbesten Spielerinnen in der ersten November-Woche im Emirat Katar ihren "Master" ermitteln.

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