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Caroline Wozniacki hat bisher 13 Turniere auf der WTA-Tour gewonnen © getty

Caroline Wozniacki spricht bei SPORT1 über lackierte Fingernägel, den Traum von einem Grand-Slam-Titel und den FC Liverpool.

Von Benjamin Bauer

München - Sie ist die erste dänische Nummer eins seit Einführung der WTA-Weltrangliste.

Mit gerade einmal 20 Jahren hat sie auf der Tour bereits 13 Titel gewonnen. Nur ein Grand-Slam-Titel ist Caroline Wozniacki (362130Bilder) bisher verwehrt geblieben.

Obwohl einige Spielerinnen sie deswegen immer wieder kritisieren und ihr den Nummer-eins-Status absprechen, lässt sie sich "davon nicht stressen".

Irgendwann werde sie ein Grand-Slam-Turnier gewinnen.

Und wie, das weiß die kesse Dänin auch schon.

Im Interview der Woche von SPORT1 spricht Caroline Wozniacki über ihr nächstes Ziel, ihr Privatleben und Fußball (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1).

SPORT1: Frau Wozniacki, ist es Ihr größtes Ziel, ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen oder gibt es andere Prioritäten?

Caroline Wozniacki: Seit ich klein war, habe ich davon geträumt, die beste Tennisspielerin der Welt zu werden. Dass ich die Nummer eins geworden bin, ist toll. Aber nun ist es mein größtes Ziel, das zu bleiben - am besten mit einem Grand-Slam-Titel.

Aber ich lasse mich davon nicht stressen, denn ich bin noch jung und habe viele Möglichkeiten mein Spiel zu verbessern. Ich bin mir sicher, dass ich einen Grand-Slam-Titel gewinnen werde, wenn ich weiter an meinem Spiel arbeite.

SPORT1: Können Sie eher die French Open gewinnen oder fühlen Sie sich auf Rasen wie in Wimbledon wohler?

Wozniacki: Mein Spiel ist wahrscheinlich für Rasen besser geeignet. Und ich habe bei den Junioren bereits in Wimbledon gewonnen und würde liebend gerne noch einmal als Erwachsene dort den Titel holen.

SPORT1: Was können Sie an Ihrem Spiel noch verbessern?

Wozniacki: Ich arbeite jeden Tag an meinem Spiel. Ich denke, alles könnte noch verbessert werden. Meine größte Waffe ist, dass ich an jedem beliebigen Tag jede Spielerin überlaufen und zermürben kann. Grundsätzlich schlage ich mich nicht selbst, sondern die Leute müssen ihr bestes Tennis spielen, um mich zu schlagen, wenn ich meinen Match-Plan durchsetzen kann.

SPORT1: Mit Steffi Graf begann in Deutschland ein Tennis-Boom, sowie durch Justine Henin und Kim Clijsters in Belgien. Glauben Sie, so etwas kann in Dänemark auch passieren? Oder bleibt Badminton die beliebtere Sportart?

Wozniacki: Ich bin den Menschen in Dänemark so dankbar, dass sie mich immer unterstützt haben. Und ich hoffe schon, dass viele Kinder nun einen Tennisschläger in die Hand nehmen und meinem Beispiel folgen.

SPORT1: Sie sind der einzige Tennis-Star in Dänemark. Das ganze Land assoziiert Ihren Namen mit dieser Sportart. Ist das eher Druck oder genießen Sie Ihre Stellung?

Wozniacki: Ich bin sehr stolz, Dänemark zu repräsentieren. Es ist immer eine große Ehre für sein Land zu spielen. Das ist auch der Grund, warum ich im Fed Cup antrete.

SPORT1: Die lackierten Fingernägel sind zu Ihrem Markenzeichen geworden. Sehen Sie immer in den Spiegel bevor sie auf den Platz gehen?

Wozniacki: Privat bin ich ein ganz normales Mädchen, das gerne schön aussieht. Für mich ist also der Schlüssel zu einem guten Spiel, mich in meiner Haut wohl zu fühlen. Ich glaube nicht, dass das etwas mit Eitelkeit zu tun hat. Im Gegenteil, es ist doch ganz natürlich, wenn ein junges Mädchen gut aussehen will.

SPORT1: Auf der Internetseite der WTA nennen Sie Steak und Kartoffeln als Ihr Lieblingsessen. Das ist nicht gerade das typische Essen für eine Leistungssportlerin. Wie oft essen Sie so etwas denn und kochen Sie auch selber?

Wozniacki: Ich komme nicht besonders oft zum Kochen. Aber wenn meine Mutter mit mir auf Tour ist und wir in einem Appartement wohnen, versuchen wir abends immer gesunde Sachen zu kochen. Ich versuche überhaupt, möglichst gesund zu essen, weil ein guter Ernährungsplan wichtig für einen Leistungssportler ist. Aber hin und wieder genieße ich eben auch ein Steak.

SPORT1: Ihr Bruder spielt Fußball in Dänemark, ihr Vater spielte bei dem deutschen Klub Waldhof Mannheim und Sie sind Liverpool-Fan. Was wissen Sie über deutschen Fußball? Haben Sie einen Lieblings-Klub?

Wozniacki: Ich bin ein großer Fußball-Fan und ich verfolge, soweit es geht, auch die Champions League. Dass der FC Liverpool mein Lieblings-Verein ist, ist ja kein Geheimnis. Ich habe auch schon ein Spiel live gesehen und fand es toll. Von den deutschen Mannschaften weiß ich, dass sie guten Fußball spielen. Es macht Spaß, dort zuzuschauen.

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