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Kim Clijsters ist seit 1999 als Profi im Tennissport aktiv © getty

Ihre Schulter stoppt Kim Clijsters beim Angriff auf die Weltranglistenspitze. Nun will sie der widerspenstigen Blessur nachgehen.

Indian Wells/Köln - Für Kim Clijsters schien es nach ihrem Comeback keine Grenzen zu geben, doch auch "Super-Mom" ist nicht unverwundbar.

Eine Schulterverletzung stoppte den erneuten Angriff der Australian-Open-Siegerin auf die Nummer eins der Tennis-Weltrangliste, beim Turnier in Indian Wells musste sie im Achtelfinale gegen Marion Bartoli aufgeben. (DATENCENTER: Ergebnisse aus Indian Wells)

"Das zeigt mir, dass ich da draußen nicht mehr die Jüngste bin und mich vielleicht nicht mehr so schnell erhole", sagte Clijsters.

"Oft ist es wichig, zu pausieren und auf seinen Körper zu hören, auch wenn es vielleicht gegen das geht, was andere Leute sagen."

Keine Schmerzmittel

Denn sich mit Schmerzmitteln halbwegs fit zu machen, so etwas kam für "Super-Mom" nicht infrage.

"Kann ich Schmerzmittel nehmen, um im Match nichts davon zu spüren? Ja, das könnte ich, aber das wollte ich nicht riskieren", sagte die 27 Jahre alte Belgierin nach ihrer Aufgabe.

"So etwas will ich nicht, mit Medikamenten den Schmerz überdecken und nicht wissen, ob es nicht vielleicht schlimmer wird."

Schmerz strahlt aus

Schon bei ihrem Triumph in Melbourne hatte die Schulter gezwickt.

Bei der Finalteilnahme in Rom, der fünften in Folge, nach der sie erstmals seit März 2006 wieder an der Spitze der Weltrangliste stand, klagte sie über Nackenschmerzen. "Die hatten vielleicht auch ein bisschen mit der Schulter zu tun", sagte Clijsters jetzt rückblickend.

Sie machte knapp vier Wochen Pause, in der sie schon nach einer Woche die Nummer eins wieder an die Dänin Caroline Wozniaki verlor.

Aufgegeben gegen Bartoli

In Indian Wells wollte Clijsters sich die Spitzenposition zurückholen, dafür hätte sie im Turnier weiter kommen müssen als Wozniaki. (Auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1)

Die aber zog durch ein 2:6, 6:3, 6:1 gegen gegen die Russin Alisa Kleybanowa ins Viertelfinale ein.

Für Clijsters war gegen die Französin Bartoli im Achtelfinale beim Stand von 6:3, 1:3 vorzeitig Feierabend, weil sie bei jedem Aufschlag und bei fast jeder Vorhand Schmerzen hatte.

Genaue Untersuchungen

Die Schulter will Clijsters, die als erste Mutter als beste Tennisspielerin der Welt geführt worden war, jetzt genauer untersuchen lassen.

"Offensichtlich ist da etwas nicht so, wie es sein sollte. Wir müssen das herausfinden, ein paar Tests machen und das Problem dann lösen", sagte sie.

Und das soll möglichst schon bis zum nächsten Turnier ab dem 23. März in Miami passieren. Dort wird der Belgierin dann anders als in Indian Wells auch wieder ihr persönlicher Osteopath zur Verfügung stellen.

"Danach spielen wir Fed Cup"

Eigentlich schaut sie aber schon über Miami hinaus. "Danach spielen wir Fed Cup, das nehme ich sehr ernst", sagte Clijsters, die auch schon die Sandplatzsaison im Blick hat.

"Das ist eine sehr schwierige Phase für die Schulter. Ich muss sicher stellen, dass das völlig ausgeheilt ist, bevor ich auf diesem Untergrund spiele."

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